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Wasser marsch im Freibad: Saisoneröffnung rückt näher

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Von: Dirk Grein

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Die Schwimmerbecken werden zwar inzwischen mit (kaltem) Wasser befüllt, doch noch ist das Freibad für die Bevölkerung geschlossen.
Die Schwimmerbecken werden zwar inzwischen mit (kaltem) Wasser befüllt, doch noch ist das Freibad für die Bevölkerung geschlossen. © Dirk Grein

Der Ukraine-Krieg und der drohende Gas-Mangel wirken sich auf die Freibad-Landschaft vor Ort aus. In den Einrichtungen in Meinerzhagen und Valbert soll das Wasser kälter bleiben als gewohnt. In Herscheid steckt man in dieser Hinsicht noch in der Planungsphase.

Herscheid - Priorität genießt nach Auskunft von Bauamtsleiter Jan Koopmann zunächst der Abschluss der Vorbereitung. Nachdem der Schwallwasserbehälter neu ausgekleidet worden ist, hat das Befüllen der Becken mit Wasser begonnen; ein Vorgang, der mehrere Tage andauert. Als nächster notwendiger Schritt stehe die Wartung der Chlorgasanlage an, ohne die ein Saisonbetrieb nicht möglich wäre. Die beauftragte Firma habe zugesagt, die Kontrolle bis Mitte nächster Woche durchzuführen.

Ist dies geschehen, fehlt noch die abschließende Prüfung der Wasserqualität. Die Untersuchung der Proben dauere in der Regel zwei Tage. Verläuft alles nach dem Plan der Gemeinde, dann „könnten wir am Wochenende 21. / 22. Mai die Saison eröffnen“, nennt Jan Koopmann ein Ziel.

Parallel dazu wird er sich in den nächsten Tagen weiter intensiv mit den Energiekosten auseinandersetzen müssen. Das nun in die Becken gefüllte Wasser ist zunächst kalt und wird schrittweise auf Normaltemperatur angeheizt – klassisch mit Gas. Eine Alternative dazu bietet sich der Gemeinde in diesem Jahr nicht, da die Absorberanlage nach 20 Betriebsjahren defekt ist und nicht mehr repartiert werden kann; eine Ersatzbeschaffung ist nach der Saison angedacht.

Anders hingegen die Situation in den eingangs erwähnten Nachbarbädern: Um den Gasverbrauch zu drosseln, hat sich die Stadt Meinerzhagen dazu entschlossen, die Gasheizungen in den Einrichtungen in Valbert und Meinerzhagen größtenteils auszustellen. Mit Ausnahme der Sommerferien sollen ausschließlich die Absorberanlagen für das Erwärmen des Wassers sorgen. Damit werde man die Wohlfühl-Wassertemperatur der Vorjahre (23 Grad Celsius) vermutlich häufig unterschreiten.

Dies könnte auch in Herscheid der Fall sein. Zwar hat sich die Verwaltung noch nicht endgültig festgelegt. Doch Bauamtsleiter Jan Koopmann ließ bereits durchblicken, dass auch die Gemeinde auf die politische Lage reagieren werde. Zwar sei man darum bemüht, den Besuchern eine angenehme Wassertemperatur zu ermöglichen. Doch angesichts von unsicheren Gaslieferungsprognosen und erheblich gestiegenen Kosten müsse man an dieser Stelle Verantwortung zeigen. Wo sich die Temperatur letztlich einpendele, sei allerdings noch nicht festgelegt.

Die Vorfreude auf den Beginn der Saison ist indes groß: Etliche Schwimmer haben sich bereits telefonisch erkundigt, wann es „denn endlich losgeht“. Und auch das Freibad-Personal sehne den Startschuss herbei, weiß der Bauamtsleiter. „Wir hoffen alle, dass wir in einer Woche starten können.“

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