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Warten auf schnelles Internet: Herscheid bei Glasfaser-Ausbau das Schlusslicht

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Von: Dirk Grein

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Das Warten auf schnelleres Internet in Herscheid soll bald ein Ende haben.
Das Warten auf schnelleres Internet in Herscheid soll bald ein Ende haben. © Foto: Woitas / DPA

Die Vorbereitungen laufen, doch wann der von vielen Bürgern herbeigesehnte Glasfaserausbau in die Tat umgesetzt und die Anbindung ans Internet optimiert wird, steht noch nicht fest. Von Seiten der Telekom heißt es, dass der Startschuss vor Ort in diesem Frühjahr fallen soll.

Herscheid - Wie verlaufen die Leitungen? Wo werden Netzverteiler gesetzt? Welche Hausanschlüsse werden erneuert? Es sind diese Fragen, die zum jetzigen Zeitpunkt des Verfahrens geklärt werden. Das Bauamt der Gemeinde Herscheid ist darüber im ständigen Austausch mit der Telekom, muss Anträge bestätigen. Zu Beginn des Jahres sei die Intensität des Schriftverkehrs zwar größer gewesen, doch auch jetzt gebe es noch einige Anfragen, die beantwortet werden müssen, erklärt Bernd Wittemund vom Bauamt.

Er betont, dass die Telekom das Verfahren plane und durchführe; die Gemeinde habe darauf kaum bis keinen Einfluss. So kann auch Wittemund zum jetzigen Zeitpunkt nicht abschätzen, wo die erforderlichen Arbeiten zum Verlegen der Glasfaserkabel beginnen. Nur so viel stehe fest: Das gesamte Gemeindegebiet wird von den Arbeiten betroffen sein.

Auf der Internetseite der Telekom ist das Verfahren beschrieben. Dort steht: „Der Märkische Kreis hat sich am dritten Aufruf (dritter Call) des Bundesförderprogramms erfolgreich beteiligt und für rund 44 650 Haushalte bzw. 24 000 Adressen den endgültigen Bescheid erhalten. Am 28. Februar 2020 wurden die Vertragsunterlagen für den geförderten Breitbandausbau unterschrieben.“

So könnten auch bald viele Straßen im Gemeindegebiet aussehen: Zur Verlegung der Glasfaserleitungen werden Baumaßnahmen an vielen Stellen notwendig.
So könnten auch bald viele Straßen im Gemeindegebiet aussehen: Zur Verlegung der Glasfaserleitungen werden Baumaßnahmen an vielen Stellen notwendig. © Henrik Wiemer

In einer Übersicht ist aufgelistet, wie die Situation in den einzelnen Kommunen ist. Für Herscheid sind dort zwei Rubriken aufgemacht worden: In der ersten sind neben dem Zentrum auch die Ortschaften Berghagen, Danklin, Ober-Holte, Nieder-Holte, Stottmert, Reblin und Kiesbert aufgeführt. In der zweiten Herscheider Gruppe werden die Ortsteile Bubbecke, Schwarze Ahe und Wiesenfeld genannt.

Für beide hiesigen Gruppen wird als Baubeginn das erste Quartal 2022 angegeben und die Bemerkung „In Vorbereitung“. Damit gehört Herscheid zu den Schlusslichtern. Wie die Auflistung verrät, sind die Arbeiten in fast allen anderen Kommunen des Kreises bereits weiter: Dort hat der Tiefbau entweder bereits begonnen oder ist bereits abgeschlossen. Den Status der Fertigstellung soll die Ebbegemeinde bis Juni 2023 haben, gibt die Telekom auf ihrer Seite an.

Um das schnelle Internet bis zur Haustür der Herscheider bringen zu können, müssen an vielen Stellen Gehwege und Straßen geöffnet werden. Dies hat nicht nur Auswirkungen auf den Straßen- und Fußgängerverkehr. Auch das Straßenprogramm der Gemeinde wird daran angepasst. Von großen Deckenüberzügen wie in den Vorjahren werde vorerst abgesehen, erklärt Bernd Wittemund. Er begründet, dass es wenig hilfreich wäre, zum jetzigen Zeitpunkt Straßen auszubessern, die in wenigen Wochen wegen des Breitbandausbaus wieder aufgerissen werden müssen.

Somit konzentriere sich die Bautätigkeit bei der Straßen-infrastruktur zunächst auf notwendige Flickarbeiten und das Beseitigen von gravierenden Schlaglöchern. Weitere Maßnahmen könnten, so hofft Bernd Wittemund, im Laufe des Jahres an die Arbeiten im Zuge der Glasfaserverlegung angepasst werden.

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