Gemeinde tauscht zehn Jahre alte Freibadheizung aus

Warmes Wasser für die Schwimmer

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Die alte Gasheizung ist bereits abmontiert worden. Im Vordergrund sind die Trümmer der ehemaligen Sockel zu erkennen, auf denen die Anlage zehn Jahre lang gestand hat. Durch die Deckenöffnung wird die Heizung nächste Woche aus dem Freibadkeller geholt.

Herscheid – Großzügige Liegewiesen, herzliche Schwimmmeister und familienfreundliche Preise zählen zu den Vorzügen des Freibades. Von elementarer Bedeutung für den Betrieb ist jedoch eine Anlage, die kein Besucher zu Gesicht bekommt – die Heizung. 

Genau die bereitete der Gemeinde zuletzt zunehmend Sorgen. Undichtigkeiten im Kesselbereich führten in unregelmäßigen Abständen zu Ausfällen der Anlage. Mit provisorischen Abdichtungen konnten die Probleme zwar kurzfristig behoben werden. 

Weil bei einem Komplettausfall der Heizung die gesamte Schwimmsaison gefährdet gewesen wäre, wollte die Verwaltung die notwendige Erneuerung nicht auf die lange Bank schieben. Nach Absprache mit Planungsingenieur Ulrich Heß (vom Herscheider Büro ibt) hat die Gemeinde eine neue Gasbrennwertheizung gekauft. 

Alternative Energiequellen wie Wärmepumpen oder Holzhackschnitzel sind zwar geprüft, aber für ungeeignet befunden worden. „Das wäre für unsere Bedürfnisse nicht wirtschaftlich gewesen“, erklärt Bauamtsleiter Lothar Weber. Er verweist auf die Kombination der Gasheizung mit der Absorberanlage, mit der das Wasser in den Schwimmbecken auf 22 Grad Celsius erwärmt wird. 

Die alte Anlage wurde vor zehn Jahren im Keller der Freibad-Betriebsräume von einer Schweizer Herstellerfirma, die inzwischen Insolvenz angemeldet hat, eingebaut. Die Suche nach einem Nachfolgermodell und dessen Einbau gestalteten sich zunächst schwierig. Auf eine erste Ausschreibung meldete sich lediglich ein Anbieter bei der Gemeinde, allerdings mit einem überzogenen Angebot, wie Lothar Weber sagt. 

Die erneute Ausschreibung brachte den erhofften Erfolg in Form eines wirtschaftlichen Angebots, das nun umgesetzt wird. Für 90 000 Euro soll in der kommenden Woche die neue Gasbrennwertheizung installiert werden. Bei einwandfreiem Verlauf soll diese im Frühjahr betriebsbereit sein – rechtzeitig vor dem Beginn der neuen Freibadsaison. 

Die Vorbereitungen für die Erneuerung haben bereits begonnen. Zunächst wurde die alte Anlage vom Netz genommen und von ihren Betonsockeln gehoben. Besagte Sockel wurden von den Bauhofmitarbeitern zerkleinert. Nach der Entsorgung der Schuttteile soll im nächsten Schritt Estrich im Kellerraum verlegt werden, um den Untergrund zu ebnen. 

Bevor die neue, kleinere Anlage eingebaut werden kann, muss ihr Vorgänger durch eine Deckenöffnung aus dem Keller manövriert werden.

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