Gute Aussichten für Brauchtumsfeuer

Das wird knistern und lodern: Vorfreude auf heiße Ostern

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Die Mitglieder der Jugendfeuerwehr freuen sich auf ein Osterfeuer, das größer als in den Vorjahren ausfallen wird. Die Organisatoren haben derart viele Grünspenden der Bürger erhalten, dass sie am Ende der Vorbereitung erstmals sogar Absagen erteilen mussten.

Herscheid – Das Daumendrücken scheint zu helfen: Wetterexperten versprechen gar das sonnigste Osterfest seit mindestens 30 Jahren. Somit dürften beste Voraussetzungen herrschen für die heimischen Osterfeuergemeinschaften, die auf knisternde Stunden im Kreise von Nachbarn und Freunden hoffen. 

Wie immer müssen dabei strikte Sicherheitsvorgaben eingehalten werden. Wer ein Brauchtumsfeuer geplant, dieses aber bislang noch nicht angemeldet hat, der schaut in die Röhre. Denn spätestens eine Woche vor dem Osterfest müssen die Veranstaltungen bei der Gemeindeverwaltung angekündigt und von dieser genehmigt werden.

„Bei uns sind 18 Osterfeuer angemeldet worden“, erklärt Benjamin Hasemann (Ordnungsamt). All diese Veranstaltungen sind öffentlich, können also von jedermann besucht werden. 

Zuschauermagnet dürfte abermals das Feuer in Reblin sein: Dorthin, auf die Wiese unterhalb des Feuerwehrgerätehauses, lädt die Jugendfeuerwehr ein, die an Ostersonntag gegen 19 Uhr zunächst ein kleineres Lockfeuer anzünden wird. Bei Einbruch der Dunkelheit wird das XXL-Feuer entfacht, das größer als in den Vorjahren ausfallen wird. 

Die Weihnachtsbäume der Bürger, die Anfang Januar eingesammelt wurden, dienen als Grundstock. Ergänzend dazu haben in den letzten Tagen viele Herscheider Grünzeug aus ihren Gärten gespendet; aus logistischen Gründen musste einigen Anbietern sogar eine Absage erteilt werden. „Das hatten wir noch nie“, freut sich Jugendfeuerwehrwart Daniel Winkelmeyer über die große Akzeptanz in der Bevölkerung. 

Vor der Jugendfeuerwehr und vor allen anderen Organisatoren liegt jedoch noch reichlich Arbeit. Denn die Feuerstellen dürfen nur am Tag vor dem Anzünden aufgeschichtet werden, damit Tieren, die im Geäst Unterschlupf suchen, nicht zu Schaden kommen. Außerdem müssen beim Aufbau Sicherheitsabstände eingehalten werden. Die Feuer müssen mindestens 200 Meter von Ortsteilen und mindestens 100 Meter von Wohngebäuden und Waldflächen entfernt sein. 

Aufsichtspersonen, Brennmaterial, Rauchentwicklung – auch für diese Bereiche gelten Vorgaben, damit die Flammentänze am Osterfest ein sicheres Vergnügen werden und keine Gefahr für die Umwelt darstellen.

An Karsamstag werden in den folgenden Ortschaften Osterfeuer angezündet: Schlucht, Danklin, Bubbecke, Friedlin, Elsen, Blumenthal, Marlin, Rärin, Kiesbert und Daum. An folgenden Stellen werden an Ostersonntag Osterfeuer brennen: Reblin, Nieder-Mesten (hier sind zwei Feuer gemeldet worden), Stöpplin, Heusprenkel, Kalthof, Hardt und Wellin.

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