Sternsinger trotzen dem Trend

So viele Könige wie lange nicht mehr

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23 eifrige Helfer waren für den guten Zweck im Einsatz. Dadurch konnten insgesamt sieben Gruppen durch die Ebbegemeinde ziehen.

Herscheid – Von vielen Menschen in der Ebbegemeinde wurden sie erwartet und begeistert empfangen: Mit Stern und Sammelbüchse gingen die Sternsinger auch in Herscheid von Haus zu Haus, um Geld für das Kindermissionswerk zu sammeln.

Die bundesweite Aktion hat in diesem Jahr das Motto „Segen bringen, Segen sein. Wir gehören zusammen – Peru und weltweit“ und dabei stehen Kinder im Mittelpunkt, die mit einer Behinderung zurechtkommen müssen. Auch diesmal schlüpften viele kleine und große Herscheider in die langen Gewänder und setzten sich funkelnde Kronen auf. Insgesamt nahmen 23 Kinder und Jugendliche teil und damit so viele wie seit 16 Jahren nicht mehr. 

„Sogar ein paar ältere Jugendliche sind dabei“, zeigte sich Pastor Albert Akohin hocherfreut über die zahlreichen Teilnehmer. Weil in vielen Gemeinden die Zahl der Sternsinger kontinuierlich zurückgeht und deswegen mancherorts nicht mehr alle Häuser von den Heiligen Drei Königen besucht werden können, ist die personelle Situation samt positivem Trend in Herscheid umso bemerkenswerter. 

Konfession oder Religion spielen bei der größten Solidaritätsaktion von Kindern für Kinder keine Rolle. „Die Sternsinger kommen zu jedem Haushalt, der sich zuvor angemeldet hat“, verwies Albert Akohin darauf, dass es nicht nur zu katholischen Gemeindemitgliedern geht. Bevor sich die Könige am Samstagmorgen das erste Mal auf den Weg machten, versammelte man sich zunächst im Cyriakusheim. Dort bekam jeder einen passenden Umhang, die einzelnen Gruppen fanden sich zusammen und alle Routen wurden noch einmal kurz abgestimmt. 

„Wir können wieder alle Außenbezirke abdecken“, bestätigte Mitorganisatorin Regina Bruns. Sie machte auch klar, worum es bei dieser Aktion geht: „Wir machen das natürlich für einen guten Zweck und wollen so viel Geld wie möglich sammeln. Aber den Kindern soll es vor allem Spaß machen.“ 

Sorge bereitete ihr deshalb das regnerische und eher ungemütliche Wetter, das am Wochenende herrschte. Dann müsse man eventuell die eine oder andere Pause mehr einlegen, meinten die Organisatoren. 

Am Samstagmittag konnten sich die Teilnehmer mit einer heißen Suppe stärken und wieder etwas aufwärmen. Und zumindest gab es keinen Wintersturm, der die Sternsingeraktion vor ein paar Jahren unter erschwerten Bedingungen stattfinden ließ. Ganz so schlimm war es diesmal nicht und so einfach ließen sich alle Beteiligten die Freude nicht verderben. Sie meisterten ihre Touren mit jeder Menge guter Laune.

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