Platz für 100.000 Liter

Riesiger Tank in Herscheider Außenbezirk vergraben

Dieser Tank dient der Löschwasserversorgung.
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Dieser 14,20 Meter lange Tank ist in Wellin vergraben worden und stellt die Löschwasserversorgung in dem beschaulichen Weiler sicher.

100 000 Liter passen rein: Wellin hat jetzt einen Löschwasser-Tank, vergraben unter dem Wanderparkplatz. Es ist es das erste Dorf in ganz Herscheid, das die Gemeinde mit einem solchen Behälter ausgestattet hat. Im Fall der Fälle ist damit für genug Löschwasser gesorgt. Weitere Dörfer folgen.

Herscheid — Hintergrund: Die Gemeinde muss die Löschwasserversorgung in den Ortschaften sicherstellen. 48 Kubikmeter Wasser pro Stunde müssen gefördert werden können — und das über zwei Stunden. So will es das Gesetz. Das klappt beispielsweise im Ortskern über das öffentliche Netz, kann in manchen Herscheider Außengebieten aber zum Problem werden. Mit Konsequenzen: „Wenn die Löschwasserversorgung nicht ausreichend ist, können Baugenehmigungen nicht erteilt werden“, nennt Barbara Sauerland von der Gemeinde Herscheid ein Beispiel.

100 Kubikmeter Wasser

Der Tank in Wellin ist 14,20 Meter lang, misst 3,10 Meter im Durchmesser und fasst 100 Kubikmeter Wasser. Eingebaut hat ihn die Firma Spies auf dem Wanderparkplatz, der der Gemeinde gehört. Schon in der letzten Woche wurde die Fläche vorbereitet. Per Schwertransport kam der Tank am späten Dienstagabend an und wurde dann am Mittwochmorgen von einem Dunkel-Kran eingesetzt. Vor dem Zuschütten wurde der Tank fixiert und schon mal mit Wasser gefüllt – damit er nicht schwimmen kann, erklärte Gerd Spies, Inhaber der gleichnamigen Baufirma.

Wenn die Arbeiten abgeschlossen sind, wird von dem Tank bis auf die Anschlüsse kaum noch etwas zu sehen sein. Auch Parkplätze gingen nicht verloren, so Spies. Eine Stellfläche werde zukünftig aber für die Feuerwehr reserviert sein.

Andere Ortschaften kommen später an die Reihe

Nach und nach sollen weitere Tanks in anderen Herscheider Ortschaften folgen. Wo als nächstes, steht allerdings noch nicht fest und wird noch geprüft. Barbara Sauerland: „Wir arbeiten gerade an einem Konzept.“ Was das Ganze schwierig macht: Die Behälter sind teuer und können nicht einfach irgendwo vergraben werden. Gefordert wird etwa, dass sich die Häuser des Dorfes in einem 300-Meter-Radius um den Tank befinden.

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