Warten auf den Förderbescheid

Unterrichtsstart um ein Jahr verschoben: Bildungszentrum eröffnet erst 2021

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Die Arbeiten am Bildungszentrum Rahlenberg schreiten voran. Die Planung für die Umsetzung des zweiten Bauabschnittes verzögert sich allerdings.

Herscheid – Der Schulstart für das neue Bildungszentrum am Rahlenberg verzögert sich: Das angepeilte Ziel, dass die beiden heimischen Grundschulen dort ihren Unterricht zum 1. August 2020 aufnehmen, kann nicht erreicht werden.

„Ohne Moos nix los“, so lässt sich die Begründung zusammenfassen. Denn die Gemeindeverwaltung wartet weiterhin auf den Förderbescheid für den zweiten Bauabschnitt; dieser umfasst im Wesentlichen den Umbau der ehemaligen Hauptschulräume zur neuen Grundschule sowie die Umgestaltung des Eingangsbereiches. 

Die Förderung stehe jedoch nicht generell zur Debatte, beruhigt Kämmerin Sabine Plate-Ernst: „Das Ministerium lässt uns nicht im Regen stehen.“ Der Bau des Bildungszentrums sei ein mehrjähriges Projekt. Bereits der erste Abschnitt, der Aula-Bau, wurde durch Fördermittel begünstigt. Weitere finanzielle Unterstützung sei seitens des Landes fest zugesagt worden, lediglich die offizielle Förderzusage stehe noch aus. 

Die Verzögerung liegt in einem veränderten Bewerbungszeitraum für Förderanträge begründet. Daher hatte die Gemeinde um einen vorzeitigen Maßnahmenbeginn gebeten, um die notwendige Ausschreibung final vorbereiten zu können. Dieser Antrag wurde allerdings abgelehnt. 

In der Summe hängt das Projekt damit gut ein halbes Jahr hinter den ursprünglichen Planungen hinterher. Die Gemeinde, die an dieser Verzögerung keine Schuld trägt, hofft nun, den Förderbescheid zumindest im Juli erhalten zu können, damit keine längere Baupause am Rahlenberg eintritt. 

Vorsorglich wird der Eröffnungstermin des Bildungszentrums auf den 1. August 2021 verlegt. Die betroffenen Eltern, deren Kinder eigentlich ab dem Sommer 2020 die neue Einrichtung besuchen sollten, werden darüber postalisch informiert. Das Anmeldeverfahren, das vermutlich im November beginnt, rläuft wie gewohnt über die Grundschulen Herscheid und Hüinghausen ab. 

Die Kämmerin gab im Gespräch zu, dass die Verzögerung zwar ärgerlich sei. Sie hob jedoch hervor, dass ohne die Fördermittel ein solches Großprojekt für Herscheid nicht finanzierbar wäre. 

Sie gewann der Verschiebung sogar noch etwas Positives ab: Den betroffenen Lehrern und Betreuern bleibe somit mehr Zeit zum Zusammenwachsen und zum Abstimmen der zukünftigen Arbeitsweise.

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