Umfrage der Händler wird ausgewertet / Kundenlob aus der Nachbarschaft

Was fehlt in Herscheid? Drogerie und Schlemmertage

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Sie zogen die zwölf Gewinner der „Heimat Shoppen“-Stempelkartenaktion (von links): Caroline Vedder, Bettina Winkelmeyer, Markus Gumpricht und Karin Schröder. 

HERSCHEID - Die Aktion „Heimat shoppen“ soll in Herscheid langfristigen Erfolg haben und der Startschuss für weitere Veranstaltungen vor Ort sein.

Bei einem ersten gemeinsamen „Treffen danach“ zogen die Herscheider Händler Bilanz – und die fiel positiv aus. 

Zudem wurden die Ergebnisse der Umfragebögen präsentiert, die im Rahmen der Aktion an die Kunden ausgeteilt wurden. Sehr überrascht waren die Händler über die vielen Besucher aus Plettenberg und Lüdenscheid. „Hier kann man wenigstens noch bis fast vor den Laden fahren und vor allem kostenlos parken“, war oft die Antwort der Kunden. 

Doch auch Ortsansässige äußerten sich zu den Angeboten: „Wenn ich schon in Herscheid wohne, möchte ich auch mein Geld in Herscheid ausgeben“, war eine Meinung eines Kunden. Die Unterstützung der heimischen Kaufleute, die Ortsnähe und die Gebundenheit an die Gemeinde vervollständigten die Meinungen der Käufer. 

Aber die Herscheider Kaufleute wollten auch wissen, was in Herscheid fehlt. Eine Drogerie und ein Metzger waren die am häufigst genannten Wünsche der Bürger. Das ebenfalls oft erwähnte Bekleidungsgeschäft, „ist sicherlich am schwierigsten in Herscheid zu halten“, machte Karin Schröder, zweite Vorsitzende des Marketingvereins, wenig Hoffnung auf Jeans, Hemden, Blusen und Röcke, die man vor Ort kaufen kann. 

Aber auch weitere Aktionen wünschen sich die Bürger. Ein kulinarisches Fest im Dorfkern, bei dem sich alle Herscheider Gastronomiebetriebe vorstellen, war der Vorschlag einer Kundin. „Wir werden alle Meinungen auswerten und bei einer weiteren Besprechung diskutieren“, versprach Karin Schröder. Sie betonte, dass durch die Zusammenarbeit auch der Zusammenhalt der Händler gestärkt werden konnte. 

Ohnehin sei die inzwischen dritte Auflage des „Heimat shoppens“ (übrigens eine Idee der Industrie- und Handelskammer) vor Ort spürbar gut angenommen worden. „Schon die Auftaktveranstaltung war voller Euphorie und alle haben sich positiv eingebracht und neue Ideen vorgestellt“, betont Gastwirtin Caroline Vedder, ebenfalls engagiertes Mitglied des Herscheider Marketingverein, der die Veranstaltung wohlwollend unterstützt hat. 

Diese Begeisterung machte sich auch in den Aktionen der insgesamt elf Händler bemerkbar. Mit einer Stempelaktion, die nicht nur an den Aktionstagen, sondern sogar bis Ende September andauerte, konnten die Kunden Stempel sammeln und so an einer Gewinnaktion teilnehmen. „Wir haben ein großes Lob von der SIHK erhalten, die davon begeistert war, wie wir wenigen Händler in Herscheid die Aktion aufgezogen haben“, sagte Karin Schröder. 

Nicht nur Gaststätten, Apotheken und Einzelhändler nahmen an den Aktionstagen teil, die den Menschen vermitteln soll, dass es lohnenswert und gar nicht mal teurer sein muss, in Läden vor der Haustür einzukaufen. Auch die Händler auf dem Wochenmarkt beteiligten sich mit Begeisterung. „Durch die besonderen Aktivitäten haben wir viel mehr Schwung in die Sache gebracht“, befand Vedder. 

So gab es Torwandschießen und Wurstverkostung, Hörtests, frisches Holzofenbrot, einen Lippenpflege- und Badekugel-Workshop, Zwiebelkuchen und Federweißer, Sehtests und Kontaktlinsenanpassung, Hautanalysen, Testkartons, Herbstkränze zum Selbstgestalten und Käse und Waffeln.

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