„Baustellenscheid“

Überall Baustellen: Wir geben einen Überblick über den Stand der Dinge

An der L696 laufen die Bauarbeiten, weswegen der Verkehr weiterhin durch Ampeln geregelt wird.
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An der L696 laufen die Bauarbeiten, weswegen der Verkehr weiterhin durch Ampeln geregelt wird.

Die Ebbegemeinde ist nach wie vor von zahlreichen Baustellen umgeben. Wir geben einen Überblick, welche Maßnahmen derzeit laufen und wie weit die Arbeiten fortgeschritten sind.

Silberg-Baustelle

Derzeit läuft der Rückbau der Rampe, über die der Verkehr bis vor einigen Monaten zur L879 heruntergeführt wurde. „Der Hang wird rekultiviert, das heißt er wird wieder mit entsprechendem Material bepflanzt“, erklärt Andreas Berg, Sprecher von Straßen.NRW. Wenn diese Arbeiten abgeschlossen sind, wird das letzte Stück Fahrbahn der L561 oberhalb der neuen Brücken neu aufgebaut. Bis Ende Oktober sollen nach dem Zeitplan von Straßen.NRW die Arbeiten an der neuen Fahrbahn der L561 komplett fertig sein.

Hangräumung

Wenige hundert Meter oberhalb der Baustelle am Silberg stehen noch Warnbaken, die den Verkehr um die Stelle herumführen, an der es beim Juli-Unwetter einen Hangrutsch gegeben hatte. Ein Gutachter habe laut Berg den Hang in Augenschein genommen und dabei festgestellt: „Der Hang ist standsicher.“

Wäre dies nicht der Fall, hätten zusätzliche Maßnahmen zur Hangsicherung getroffen werden müssen. So genügt eine Hangräumung, um loses Material, das bei dem kleinen Erdrutsch mit heruntergekommen war, zu beseitigen. Diese Arbeiten sind augenscheinlich auch bereits durchgeführt worden. Der Hang ist nun frei von losem Material. Ein zwischenzeitlich aufgestellter Container ist bereits wieder entfernt worden.

L 879 Ahetal

Der Landesbetrieb ist außerdem an der L879 im Einsatz, wo unwetterbedingt einige Reparaturen anstanden. So war die Böschung zum Bach hin zum Teil ausgespült worden und muss mit Wasserbausteinen wieder aufgebaut werden. Auch im Verlauf der L879 hinter der Herscheider Mühle musste ein Hang nach einem Abrutsch wieder aufgebaut werden, erklärt Berg. In der nächsten Woche solle die L879 wieder für den Verkehr freigegeben werden. Noch fehlende Reparaturen an den Planken sollen dann später bei halbseitiger Sperrung erfolgen.

L 707/696 Richtung Nordhelle

Die ineinander übergehenden Landstraßen 707 und 696, die aus dem Ortskern von Herscheid hinauf zum Abzweig zum Oestertal, nach Reblin und zum Abzweig zur Nordhelle führen, sind teilweise bereits asphaltiert. Die L707 ist fast fertig, wie Andreas Berg auf Anfrage mitteilt. Lediglich Arbeiten an den Randbereichen der Fahrbahn sowie die finalen Markierungsarbeiten müssen hier noch durchgeführt werden.

An der L 696 in Höhe Abzweig Oestertal und Jagdhaus Weber wird derzeit gebaut. Wegen des Kreuzungsbereichs mit der L 707 gibt es eine dreiphasige Baustellenampel, die im fließenden Verkehr zu Wartezeiten führt. Im vorderen Abschnitt der Baustelle sind lediglich die Asphaltbinderschicht und die Deckschicht zu erneuern. Der alte Straßenaufbau wurde hier bereits abgefräst und die Binderschicht am 20. Juli wieder aufgebracht. Die Deckschicht fehlt bislang noch.

Im Baustellenbereich würden derzeit ebenfalls die Randbereiche der Fahrbahn saniert, teilt Berg mit. Den Bauzeitenplan werde man vermutlich nicht einhalten können. „Bisher war vom 23. August ausgegangen worden. Der Termin wird aber eher Mitte September sein“, so Berg.

K6 Richtung Piene

Ebenfalls saniert wird in Herscheid derzeit die Kreisstraße 6. Hier ist der Märkische Kreis Bauherr. Die Arbeiten sollen rund drei Wochen in Anspruch nehmen. Bislang wurde die K 6 auf einer Länge von rund 600 Metern ab dem Kreuzungsbereich An der Helle/Lüdenscheider Straße abgefräst.

Für den Durchgangsverkehr ist die Straße voll gesperrt. Einige Anwohner und von der Sperrung Betroffene machen ihrem Ärger über die Baumaßnahme in sozialen Netzwerken Luft. „Wo war denn die Straße kaputt, dass man die jetzt neu machen muss?“, schreibt eine Nutzerin bei Facebook. Eine andere Bürgerin beklagt, dass die Anwohner zu spät beziehungsweise gar nicht über die Arbeiten und die dadurch bedingten Einschränkungen informiert worden seien.

Eine weitere Dame kommentiert: „Dann ist nach drei Wochen und eventuell mehr alles fertig. Dann kommt die Telekom und buddelt alles wieder auf. Schlechte Planung.“

Der Märkische Kreis als Bauherr konnte auf Anfrage zu den Kritikpunkten der Herscheider keine Stellung beziehen. Der für die K 6 zuständige Mitarbeiter befinde sich derzeit in Urlaub. So bleibt vorerst offen, warum die Straße ausgerechnet jetzt saniert wird und ob sie tatsächlich für die Verlegung von Glasfaserkabeln wieder aufgefräst werden muss.

An der B 229 in Werdohl wurden vor nicht allzu langer Zeit die Glasfaserkabel im Erdreich unter dem Gehweg verlegt. Ob dies auch an der K 6 möglich beziehungsweise geplant ist, ist offen.

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