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Trotz Krisen: Fitnessstudio investiert in Umbau und Renovierung

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Von: Dirk Grein

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Durch das Einreißen einer Zwischenwand und das Umstellen von Geräten wurde der Cardio-Bereich geöffnet.
Durch das Einreißen einer Zwischenwand und das Umstellen von Geräten wurde der Cardio-Bereich geöffnet. © grein

Ein Hauch von Neustart weht durch die frisch renovierten Räume: Nach turbulenten und kräftezehrenden Monaten wagt das Fitnessstudio Feelgood den nächsten großen Schritt in Richtung Normalität – auch wenn die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen zurzeit alles andere als normal sind.

Herscheid - Erst kam die Pandemie und stellte die Betreiber des Fitnessstudios vor nie dagewesene Probleme. Vorübergehende Schließung, Hygienevorgaben, spürbare Verunsicherung bei den Sportlern – all dies hinterließ Spuren. Zweimal in Folge fiel das so wichtige Neukundengeschäft zu Jahresbeginn nahezu komplett aus. „Wir sind noch nicht auf dem Stand von Vor-Corona“, erzählt Adriane Gärtner, Trainerin und Gattin von Studioleiter Markus Gärtner.

Umso erfreuter sind die beiden Herscheider, dass der überwiegende Teil der Stammkunden der Einrichtung treu geblieben ist. Man spüre, dass die Sportler jetzt, in den ersten Tagen des neuen Jahres, mit besonderem Ehrgeiz zum Training und zu den Kursen kommen; auch einige Neuanmeldungen habe es bereits gegeben.

Gelobt werde von allen Besuchern das veränderte Erscheinungsbild: Wenige Tage vor Weihnachten, als in vielen Haushalten die Vorbereitung auf das Fest in den Mittelpunkt rückte, schloss das Feelgood am 16. Dezember. Ruhe kehrte damit nicht ein, ganz im Gegenteil: In den folgenden zwei Wochen wurde renoviert und umgebaut.

7,5 Tonnen Schutt entsorgt

Ein komplett neuer Fußboden, herausgerissene Zwischenwände, Einbau von neuen Fenstern, veränderte Aufteilung, neue Farbgebung: „Wir haben knapp 7,5 Tonnen Schutt entsorgt“, berichtet Markus Gärtner, der mit weiteren Studioleitern den Großteil der Arbeiten in Eigenleistung erledigte.

Trainerin Adriane Gärtner gibt den Sportlern im Fitnessstudio Hilfestellung.
Trainerin Adriane Gärtner gibt den Sportlern im Fitnessstudio Hilfestellung. © Grein, Dirk

Das Resultat könne sich nicht nur sehen lassen, es erfülle in erster Linie auch den primären Zweck: Denn mit dem Umbau wurde Platz geschaffen für einen zusätzlichen Kursraum im Eingangsbereich. Dieser sei dringend nötig gewesen, verweist Adriane Gärtner auf die Gruppen- und Rehakurse, die gut angenommen werden. Dies gelte auch für die Firmenkurse, die quasi als Vorbereitung für den Firmenwettkampf gelten, den das Feelgood im Frühjahr zum zweiten Mal austragen will.

Beispiele die belegen, dass der „Betrieb brummt“ – genau das ist auch bei unserem Besuch am Dienstagvormittag gut zu erkennen. Während im hinteren Kursraum die ersten Reha-Übungen absolviert werden, sind die Fitnessgeräte – die im Rahmen der Renovierung neu angeordnet wurden – in Dauerbenutzung. Mit zunehmender Tageszeit sinke der Altersdurchschnitt der Sportler, berichtet Adriane Gärtner, dass das Fitnessstudio in Herscheid bei vielen Generationen beliebt sei.

Folgen der Energiekrise

Diese positiven Entwicklungen werden getrübt durch die Energiekrise, die auch vor Fitnessstudios keinen Halt mache. Maßnahmen zu ergreifen sei schwierig: Eine Absenkung der Raumtemperatur sei nicht angedacht, erzählt Adriane Gärtner. Zu warm dürfe es zum Trainieren ohnehin nicht sein, jedoch wolle man im Sinne der Mitglieder nicht von dem bisherigen Niveau abweichen. Und auch eine Reduzierung der Beleuchtung mache wenig Sinn, schließlich sollen die Sportler ihre Übungen nicht im Dunklen ausführen.

Tag der offenen Tür

Am Samstag, 14. Januar, lädt das Feelgood in der Zeit von 10 bis 17 Uhr zu einem Tag der offenen Tür ein. Alle Interessierten können das frisch renovierte Fitnessstudio kennenlernen; wer Sportkleidung mitbringt, kann die Fitnessgeräte unter fachkundiger Anleitung testen. Zudem wird zu vier Gruppenkursen eingeladen (12 Uhr Body-Workout, 13 Uhr Indoor-Cycling, 13.30 Uhr Gesunder Rücken, 14 Uhr Zirkeltraining); für eine Teilnahme ist eine rechtzeitige Anmeldung notwendig. Im neuen Bistrobereich werden Kaffee, Kuchen, Getränke und Snacks angeboten.

Daher habe man sich dazu durchgerungen, die Beiträge für Neukunden anzupassen. Die Erhöhung falle minimal aus, betont die Trainerin, die auf das Verständnis der Sportler hofft. Sie gesteht, dass ihr die allgemeinen Preissteigerungen Sorgen bereiten. Daher betont sie, wie wichtig regelmäßiger Sport für die Gesundheit sei: Gerade jetzt, da viele Personen mit geschwächten Immunsystemen zu kämpfen haben, sei es ratsam, diese wieder aufzubauen und zu stärken. „Und das geht am Besten mit Sport“, betont Adriane Gärtner.

Der Blick nach vorne

Den globalen Krisen zum Trotz sehe man mit Vorfreude in die Zukunft: So sei die Investition in die Renovierung auch ein erneutes Ausrufezeichen hinter dem Standort. Die 2008 getroffene Entscheidung der Gärtners, im ehemaligen Aldi-Markt Am Mühlengraben das erste Fitnessstudio in Herscheid zu errichten, sei genau richtig gewesen. „Daher freuen wir uns auch schon darauf, dieses Jahr unseren 15. Geburtstag feiern zu können“, verrät Adriane Gärtner.

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