Schwimmerbecken muss erneuert werden

Die Uhr tickt für das Freibad

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Der Nichtschwimmerbereich wurde vor fünf Jahren mit Rutsche und weiteren Attraktionen erneuert. Das Schwimmerbecken samt Sprungturmbereich hingegen wird zukünftig kaum verändert – dennoch wird der Umbau eine halbe Million Euro teurer.

Herscheid - Der Baubeginn soll zwar erst im Herbst 2020 erfolgen, dennoch drängt die Zeit: Will die Gemeinde die weitere Freibadmodernisierung nicht allein aus eigener Tasche bezahlen, dann muss rasch ein Konzept her.

Nachdem bereits das Planschbecken und der Nichtschwimmerbereich erneuert wurden, steht nun das Schwimmerbecken auf dem Prüfstand. Das jetzige Kunststoffbecken ist inzwischen 47 Jahre alt, verliert immer mehr Wasser und die Reparaturen häufen sich. Deswegen soll es durch ein Edelstahlbecken ersetzt werden. 

Im Auftrag der Verwaltung hat ein Planungsbüro bereits eine erste Grobplanung erstellt. Diese sieht die Reduzierung des Volumens vor allem im Bereich des angegliederten Sprungbeckens vor. Im Schwimmerbereich sollen die sieben Bahnen (Länge 25 Meter) erhalten bleiben, allerdings leicht verändert. Die bislang breiteren Außenbahnen sollen auf die Standardbreite 2,50 Meter angepasst werden. Ergänzt werden soll das Becken um eine Gewöhnungstreppe, da der bisherige Leitereinstieg nicht mehr zeitgemäß ist. 

Die Volumenreduzierung, die durch eine geringere Beckentiefe erzielt werden soll, sei notwendig, um den Schwallwasserbehälter weiter nutzen zu können. Die zunächst angedachte Verlegung und Erneuerung dieses Behälters – in dem aus den Becken übergelaufenes Wasser zur Aufbereitung gespeichert wird – wäre zu teuer für die Gemeinde gewesen. Ohnehin wird die Beckenerneuerung ein finanzieller Drahtseilakt: Nach jetzigem Stand entstehen Kosten in Höhe von 1,8 Millionen Euro. 

„Das ist eine halbe Million teurer als unser Nichtschwimmerbecken“, erklärte Bürgermeister Uwe Schmalenbach in der Sitzung des Sportausschusses. Ausgaben, die die Verwaltung auf mehrere Haushaltsjahre aufteilen muss. Planungskosten sind bereits für kommendes Jahr vorgesehen. In 2020, wenn nach der Schwimmsaison der Umbau beginnen soll, müssen weitere Gelder fließen. 

Die Hoffnung der Verwaltung beruht daher auf Unterstützung. Um die Aufnahme in ein Förderprogramm des Bundes hat sich die Gemeinde bereits bemüht; die Erfolgsaussichten seien allerdings eher gering, schätzt der Bürgermeister. 

Wahrscheinlicher sei eine Förderung durch das Land Nordrhein-Westfalen: In den Investitionspakt „Soziale Integration im Quartier“ sind erstmals Schwimmbäder als förderfähige Einrichtungen aufgenommen worden. Eine 90-prozentige Förderung erfordert allerdings schnelles Handeln. Denn Anträge müssen bis zum 28. Februar an die Bezirksregierung gerichtet werden. 

Es bleiben also nur knapp drei Monate, um die Planungen zu konkretisieren und ein entsprechendes Konzept erstellen zu lassen. „Die Zeit drängt“, ist sich der Bürgermeister der Herausforderung bewusst. Die Chance einer möglichen Förderung wollen er und der Sportausschuss aber auf jeden Fall nutzen.

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