Der Dorfladen Hüinghausen kämpft um Akzeptanz / Ehrenamtliche Helfer gesucht

Tante Emma im Dorf halten

+
Preisübergabe im Familienkreis: Dorfladen-Mitarbeiterin Beatrix Klein (links) überreicht den Hauptgewinn der Weihnachtsverlosung, einen gefüllten Einkaufswagen, an ihre Tochter Annika Guski (rechts). Die Ziehung des Gewinnerloses hat übrigens nicht Beatrix Klein durchgeführt, sondern Mitarbeiterin Grit Kolbe. 

HERSCHEID - Die konkreten Zahlen liegen noch nicht vor. Doch bereits jetzt ist erkennbar, dass hinter dem Dorfladen Hüinghausen erneut ein wechselhaftes Geschäftsjahr liegt.

Umsätze wie am letzten Öffnungstag vor Heiligabend bräuchte der kleine Tante Emma Laden häufiger. „Da standen die Kunden bei uns Schlange“, erzählt Wolfgang Vöpel. 

Ohnehin sei der Dezember ein guter Monat für den Dorfladen gewesen, ergänzt der Aufsichtsratsvorsitzende. Damit meint er nicht nur die reinen Verkaufszahlen, sondern auch Aktionen wie die Weihnachtsverlosung oder auch die beiden Glühweinrunden auf dem Sportplatz Hüinghausen. 

Derlei Veranstaltungen sind überlebenswichtig für das Geschäft. Denn mit ihnen können umsatzschwächere Monate aufgefangen werden, die es auch im Jahr 2017 gegeben hat. „Unser Ziel ist und bleibt das Erreichen einer schwarzen Null“, betont der Aufsichtsratsvorsitzende, dass es nicht darum gehe, Reichtümer anzuhäufen, sondern das Schiff auf Kurs zu halten. 

In der Konkurrenz zu den großen Supermärkten und Discountern will der Dorfladen seine Nischenposition behaupten und die Versorgung der Hüinghauser und der Anwohner aus den umliegenden Ortschaften sicherstellen. Das ist nicht leicht, wie die haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiter seit der Eröffnung im Sommer 2012 immer wieder feststellen müssen. 

Der Laden hat weiterhin mit Akzeptanz-Problemen zu kämpfen, die nur schwer zu beseitigen sind. Andererseits gibt es Stammkunden, die nahezu täglich ihre Einkäufe vor Ort erledigen, weil sie nicht mehr mobil sind oder die Idee des Dorfladens unterstützen wollen. „Das sind genau die Leute, die die Mitarbeiter motivieren“, beschreibt Vöpel. 

Als soziale Einrichtung hat sich der Dorfladen indes längst behauptet. Feste wie die Geburtstagsfeten oder das Maibaum-Aufstellen vor dem Geschäft genießen Dorffest-Charakter. Die Nachbarn kommen miteinander ins Gespräch; Veranstaltungen wie diese seien in Hüinghausen selten, meint Vöpel. 

Den ehrenamtlichen Helfern scheinen die Ideen nicht auszugehen: Nach Weinproben, Verkostungen und Suppentagen wird als nächste Aktion ein Raclette-Essen für den Valentinstag (14. Februar) vorbereitet. Und auch die regelmäßigen Treffen der Klönrunde und der Handarbeiterinnen sind gut besucht und kaum noch wegzudenken aus dem Dorfladen. 

Für das kommende Jahr wünscht sich der Aufsichtsratsvorsitzende nicht nur steigende Umsatzzahlen, zahlreiche Besucher und Gesundheit für alle Mitarbeiter, Kunden und Mitglieder der Genossenschaft. Außerdem würde er sich über weitere ehrenamtliche Helfer freuen, die beim Betrieb im Dorfladen oder bei den vielen Veranstaltungen mit anpacken.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren: Auf come-on.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare