Sturmtief Burglind: Glück gehabt in Herscheid

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Der Bauhof war gestern unter anderem damit beschäftigt, Wasserabläufe frei zu machen, sodass das Wasser wieder abfließen konnte und nicht weiter die Straße herunter lief. Eine dieser Stellen war zum Beispiel die Gabelung zu den Ortschaften Gern und Vohr.

Herscheid -  Umgefallene Bäume, Äste auf den Straßen und verstopfte Wasserabläufe – das Sturmtief Burglind hatte Mittwochmorgen Spuren hinterlassen. Dennoch sind sich Straßen.NRW und der Baubetriebshof bei der Betrachtung der Schäden einig: die Gemeinde hat Glück gehabt.

Zwei Einsätze hatte die Freiwillige Feuerwehr von Herscheid am Vormittag. Die Löschgruppen Hüinghausen und Herscheid waren um 9.15 Uhr zur Landstraße 561 gerufen worden, da in den Habbeler Kurven ein Baum auf der Straße lag. Kurz darauf, um 9.40, Uhr wurde die Löschgruppe Neuemühle alarmiert. Hier musste ebenfalls ein Baum von der Gemeindestraße zur Gasmert beseitigt werden. „Die zweite Sturmfront war schlimmer als die erste am frühen Morgen“, sagte Michael Geck, Gemeindebrandinspektor der Feuerwehr Herscheid, zur Lage in der Ebbegemeinde. Dennoch waren die Einsätze im Vergleich zu anderen Städten und Gemeinden human.

„Bis auf ein paar Kleinigkeiten hatten wir Glück“, sagte Markus Stief, Mitarbeiter von Straßen.NRW, die für die Landstraßen zuständig sind. Die Fahrbahnen seien verschmutzt gewesen und Äste lagen auf der Straße, aber Größeres sei nicht angefallen.

Ähnliches bestätigte auch Thomas Deitmerg, Vorarbeiter des Bauhofs: „Wir haben nicht mehr zu tun als üblich bei so einem Wetter. Wir haben alles gut im Griff.“ Schließlich kenne der Bauhof die üblichen Problemstellen. Die Mitarbeiter waren seit 6 Uhr am Morgen damit beschäftigt Äste und Bäume von den Straßen zu beseitigen, Bach- und Überläufe zu kontrollieren sowie diese von Laub und Matsch zu befreien, sodass das Wasser abfließen konnte.

Die Feuerwehr Herscheid musste gestern einen umgestürzten Baum von der Landstraße 561 entfernen.

Eine dieser Stellen, an denen das Wasser schon die Straße herunter floss, war zum Beispiel an der Gabelung zu den Ortschaften Gern und Vohr. Die Bauhofmitarbeiter holten die Äste, die im Graben neben der Straße lagen, heraus und befreiten die verstopften Wasserabläufe von Laub und Matsch, der von den Wassermassen angeschwemmt worden war.

Auch auf dem Hof Mayweg in Gern hatte man am Morgen mit einem Baum auf der Straße zu kämpfen. Man räumte ihn mit dem Trecker an die Seite, da der Milchwagen erwartet wurde, wie Andrea Müller vom Bauernhof berichtete.

Sich groß auf ein Unwetter wie das Sturmtief Burglind vorbereiten, könne sich der Bauhof übrigens nicht, erklärt Deitmerg. Man könne sich lediglich auf das Wetter einstellen, zuvor schon die Abläufe kontrollieren, Fahrzeuge und Mitarbeiter bereit haben und keine anderen Sachen für den Tag einplanen.

Bei der Zuständigkeit für die Sturmschäden gilt generell, dass außerhalb der Dienstzeiten von Bauhof und Straßen.NRW die Feuerwehr im Einsatz ist. Meist laufen die Meldungen auch zuerst bei der Leitstelle der Feuerwehr ein und dann werde nach der Alarm- und Ausrückordnung entschieden, wer zuständig ist. Ein vollgelaufener Keller sei zum Beispiel ganz klar ein Fall für die Feuerwehr, um überlaufende Bachläufe kümmere sich hingegen der Bauhof. Dies hänge auch mit der benötigten Ausrüstung zusammen.

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