Förderverfahren des Bundes

Strikte Vorgaben sind zu beachten: 20 Stufen zur Freibadsanierung

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An heißen, gut besuchten Tagen (hier beim 24-Stunden-Schwimmen) platzt der Freibadparkplatz aus allen Nähten. Im Zuge der Umgestaltung ist nicht nur eine Veränderung der Oberfläche, sondern auch das Einzeichnen von Stellflächen vorgesehen.

Herscheid – Während die Freibadsaison witterungsbedingt dahinplätschert, laufen die Vorbereitungen für die Beckensanierung im Rathaus auf Hochtouren.

2,5 Millionen Euro kostet die Ausstattung des Schwimmerbereichs mit einem Edelstahlbecken. Dass die Gemeinde Fördermittel des Bundes erhält, sei ein „großer Glücksfall für uns“, weiß Bürgermeister Uwe Schmalenbach. Insgesamt 1 300 Anträge sind in Berlin eingegangen, nur 196 wurden bundesweit bewilligt – Herscheid gehört dazu. 

Ohne Weiteres überweist der Bund der Gemeindeverwaltung das Geld (90 Prozent der Gesamtsumme) allerdings nicht. Bei einem Koordinierungsgespräch in Bonn lernten die Herscheider die notwendigen Schritte kennen, die auf dem Weg zur Erteilung des Zuwendungsbescheides gemacht werden müssen. „Es handelt sich um ein 20-stufiges vorgeschriebenes Verfahren, das in enger Abstimmung mit dem Zuwendungsgeber zu erfolgen hat“, betont Schmalenbach. 

Die Maßnahme soll nach dem Ende der Freibadsaison 2020 umgesetzt und im Frühjahr 2021 abgeschlossen sein. Die Ausschreibung erfolgt bereits jetzt, aufgeteilt in insgesamt drei Gefache: Als kleinere Maßnahmen werden die energetische Sanierung und Modernisierung des Eingangsbereichs (Kosten rund 490 000 Euro) sowie die Umgestaltung des Parkplatzes (210 000 Euro) betrachtet. Letztere umfasst die Parzellierung der Fläche sowie die Verbesserung der Oberflächenentwässerung. 

Die eigentliche Beckensanierung wird aufgrund ihres Umfangs europaweit ausgeschrieben; dieses Verfahren läuft noch. Bauamtsleiter Lothar Weber erwartet erste Ergebnisse im Spätherbst. Die Aufträge für die Bereiche Parkplatz und Eingang können hingegen wesentlich früher vergeben werden, vermutlich bereits in der nächsten Sitzung des Bauausschusses (2. September). 

Für die Mitarbeiter des Bauamtes bedeutet die Abstimmung mit der Landes- und Bundesverwaltung zwar einen zusätzlichen Aufwand. Andererseits stelle diese Beratung eine gute Hilfe dar, betont der Bürgermeister: „Wir erfahren im Förderverfahren eine gute Begleitung.“ 

Er lobte zudem die bisher im Bauamt geleistete Arbeit: Der Förderantrag sei detailliert und nachvollziehbar erstellt worden, was sicherlich auch dazu beigetragen habe, dass Herscheid sein schmuckes Freibad dank der Förderung zukunftsfähig aufstellen kann.

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