Museumsbahn will expandieren

Hoffnung auf mehr Fahrvergnügen: Streckenausbau Thema bei Treff am runden Tisch

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Von Hüinghausen kommend endet die Strecke der Sauerländer Kleinbahn aktuell am Bahnhof Köbbinghauser Hammer. Die Weiterführung in Richtung Plettenberg war Thema bei einem Treffen in großer Runde.

Herscheid – Nicht alle offenen Fragen konnten geklärt werden. Dennoch bedeutet allein das erste Treffen am runden Tisch einen wichtigen Schritt in die richtige Richtung – genauer gesagt gen Plettenberg. Genau dorthin möchten die Verantwortlichen der Sauerländer Kleinbahn ihre Strecke ausbauen.

Im Hüinghauser Lokschuppen kamen Vertreter der Bezirksregierung Arnsberg, der Landeseisenbahnverwaltung Essen, der Stadtverwaltung Plettenberg und des Aufsichtsrates der Märkischen Verkehrsgesellschaft zusammen. Gemeinsam mit MME-Betriebsleiter Norbert Steiner, dem Vereinsvorsitzenden Udo Feldhaus und weiteren Vorstandsmitgliedern besprachen sie den Traum, den die Kleinbahner quasi seit der Vereinsgründung vor 37 Jahren in sich tragen: die Verlängerung der rund 2,4 Kilometer langen Strecke, die derzeit am Bahnhof Köbbinghauser Hammer endet. 

Das vom Verein angestrebte Ziel ist der Bahnhof Plettenberg-Oberstadt, was mehr als eine Verdopplung des Fahrvergnügens bedeuten würde. Doch der Ausbau beinhaltet einige Problemstellen, wie das Kreuzen von Straßen, Steigungsstücke und Engstellen. Das Prüfen der Machbarkeit und das Herausfinden von Schwachstellen stand beim Gespräch im Mittelpunkt. 

„Viele Fragen konnten aus unserer Sicht positiv beantwortet werden“, lautete das Fazit von Udo Feldhaus. Sein Verein habe nun eine Art Aufgabenliste an der Hand, die es abzuarbeiten gilt. Unter anderem müssen die Kleinbahner berechnen, ob ihre Fahrzeuge die technischen Voraussetzungen für das Befahren der verlängerten Strecke inklusive Gefälle erfüllen. 

Die Verwaltungen müssen ihrerseits Hausaufgaben erledigen. So soll eindeutig geklärt werden, ob nach der Stilllegung der Plettenberger Kleinbahn der Trassenverlauf entwidmet wurde oder nicht. Ist dies nicht der Fall, kann beim Wiederausbau auf die einstige Strecke zurückgegriffen werden. „Auch für den Fall, dass die Strecke entwidmet wurde, sehen wir gute Aussichten für einen alternativen Verlauf entlang der Straße“, sagt Feldhaus – wohlwissend, dass eine Menge Papierarbeit auf ihn und seine Kollegen warten. 

Ehe auch nur ein einziger Bagger anrollen kann, um den Streckenausbau in Richtung Plettenberg voranzubringen, dürften aber noch einige Jahre der Planung ins Land gehen.

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