Sternsinger bringen Segen in Herscheider Haushalte und sammeln Spenden

Kinder gegen Kinderarbeit

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Nachdem zu den ersten Proben noch recht wenig Kinder gekommen waren, versammelten sich am Samstag 19 Sternsinger an der Kirche St. Marien.

HERSCHEID - „Segen bringen – Segen sein“ dieses Motto galt für die Sternsinger in Herscheid, wo am Wochenende zahlreiche Türen geöffnet wurden, um möglichst viele Spenden für bedürftige Kinder zu sammeln.

19 Teilnehmer, die als Könige verkleidet und in sechs Gruppen aufgeteilt waren, zogen gemeinsam mit ihren erwachsenen Begleitern durch das gesamte Gemeindegebiet. Während sie am Samstag zunächst im Dorfkern unterwegs waren, steuerten die Sternsinger nach dem offiziellen Aussendungsgottesdienst am Sonntag auch die Außenbezirke an. 

Bereits zum dritten Mal bei der Aktion dabei war Marie, die zusammen mit ihren zum ersten Mal teilnehmenden Weggefährtinnen Marlene und Charlotte eine Gruppe bildete. Sie waren für die Häuser rund um die katholische Kirche „St Marien“ verantwortlich und wanderten im Anschluss weiter in Richtung Müggenbrucher Weg. 

„Ich mache auch in diesem Jahr mit, weil wir durch das Sternsingen und die gesammelten Spenden anderen Leuten eine Freude bereiten können“, begründete Marie ihre erneute Teilnahme und Charlotte fügte hinzu: „Wir wollen notleidende Kinder unterstützen und ihre Situation verbessern.“ 

Hochmotiviert starteten sie, genau wie die anderen engagierten Teilnehmer, ihre Mission und klingelten bei einer Vielzahl an privaten Haushalten. Dort übermittelten die drei Mädchen – verkleidet als die Heiligen Könige Kaspar, Melchior und Balthasar – Glückwünsche für das neue Jahr und brachten das bekannte 20+C+M+B+18 (Christus Mansionem Benedicat/ Gott segne dieses Haus) als Segen am Hauseingang an. Dieser Spruch soll das Haus und seine Bewohner vor Unheil schützen. 

Gesungen wurde natürlich auch und dabei hatten die Kinder gleich mehrere Lieder in ihrem Repertoire. Egal ob mit „Stern über Betlehem“, „Es ist für uns eine Zeit angekommen“ oder „Gloria“ – die jungen Sänger sorgten mit ihren Darbietungen für erfreute Zuhörer. Als Dank für ihren Einsatz gab es nicht nur reichlich lobende Worte, sondern es landeten anschließend auch mehrere Geldbeträge in den mitgebrachten Sammeldosen der Könige. 

In diesem Jahr sammeln die Sternsinger vor allem gegen Kinderarbeit speziell in Asien. „Bei unserem ersten Treffen haben wir einen Film über Kinderarbeit in Indien gezeigt. Danach waren alle sehr bestürzt und haben erkannt, dass es leider nicht selbstverständlich ist, dass man jeden Tag zur Schule gehen kann. Dadurch wissen die Sternsinger, warum sie die Aktion unterstützen und was sie damit erreichen können“, berichtete Mitorganisatorin Monika Gärtner.

Sie zeigte sich mit der Teilnehmerzahl zufrieden: „Bei den ersten Vorbereitungen waren noch nicht viele Kinder dabei, aber das hat sich in den letzten Wochen zum Glück verändert, sodass wir auch in diesem Jahr wieder alle Bezirke abdecken konnten.“ 

Neben einer Spende für die Projekte in Afrika, Asien und Südamerika gab es als Belohnung auch viele Süßigkeiten und Geld für die Sternsinger. „Damit alle Teilnehmer gleichberechtigt behandelt werden, wird alles zusammengelegt und auf alle Kinder fair verteilt“, erklärte Monika Gärtner das Prinzip. Damit nach den zum Teil langen Wegen, die von den Gruppen zurückgelegt wurden, sich auch jeder stärken konnte, gab es am Samstag im Cyriakusheim wie gewohnt eine heiße Suppe, die von einigen fleißigen Helfern aus der Gemeinde zubereitet wurde. Nach dem Gottesdienst am Sonntag warteten zudem frische Waffeln auf die Sternsinger, die entsprechend motiviert ihre Rundgänge durch die Gemeinde antraten.

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