Räriner Straße ohne Umleitung gesperrt

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Herscheid - Die Räriner Straße ist seit Anfang der Woche komplett gesperrt. Eine Umleitung wurde für diese Zeit jedoch nicht ausgeschildert. Wo sollen man denn nun herfahren?

Uwe Weber wohnt in der Ortschaft Grünewald und hat mit der Baustelle am Ortseingang von Herscheid Richtung Rärin zu kämpfen. Da er einen Onlinehandel betreibt, ist er auf Paketdienste angewiesen. Durch die Sperrung fänden diese jedoch den Weg nicht zu ihm und führen dann einfach wieder zurück. Zudem hat er unter anderem Mieter, die gerade erst eingezogen sind und sich noch nicht in Herscheid und der Umgebung auskennen. „Sie wissen durch die Sperrung nicht, welchen Weg sie zur Arbeit nach Lüdenscheid und Werdohl fahren sollen. Als ich sie dann über den Rettungsweg am Wanderparkplatz zur Grundschule geschickt habe, war der Weg auf der Mitte ebenfalls gesperrt“, ist der Herscheider verärgert. Zwei Wochen, bis zum 4. August, soll die Räriner Straße jetzt noch gesperrt bleiben.

Die Gemeinde Herscheid hat eine ganz einfache Erklärung, warum es keine Umleitungsschilder gibt. „Die Ausweichstrecken sind alle sehr eng. Deshalb können wir keine davon als offizielle Umleitung ausschildern“, sagt die Ordnungsamtsleiterin Barbara Sauerland. So wie jetzt gebe es keine Strecke über die alle fahren würden, sondern der Verkehr verteile sich. Zudem seien es zu 95 Prozent Herscheider, die dort führen und sich demnach auskennen würden - und man könnte auch auf ein Navi zurückgreifen. Hinzu käme, dass es auch darauf ankäme, von wo man komme und wo man hin möchte.

Als Ausweichstrecken nannte Barbara Sauerland unter anderem die Strecke über die Herscheider Mühle und die Höllmecke. Eine andere Möglichkeit sei über Berghagen zu fahren, wo man dann am Wanderparkplatz Zur Linde heraus komme (also kurz hinter der Sperrung). Über Elsen und Danklin könne man ebenfalls nach Rärin fahren, ebenso über Hüinghausen und von da aus weiter nach Wellin. Eine Strecke die weniger kurvenreich sei, sei von Hardt über Vogelsang, Schwarze Ahe und Bubbecke nach Rärin.

Derzeit werden die Abwasser- und Regenwasserkanäle in der Straße verlegt. Daher ist die Sperrung nötig.

„Es ist blöd. Das wissen wir auch. Aber es geht nicht anders“, sagt Barbara Sauerland zur Sperrung. Für das Wochenende vom 28. - 30. Juli habe man nun abgesprochen, dass von Freitagnachmittag bis Montagmorgen die Sperrung der Räriner Straße aufgehoben werden soll, um den Bürgern am Wochenende eine Durchfahrt zu ermöglichen. An diesem Wochenende sei dies jedoch nicht möglich. „Natürlich leidet auch das Landgasthaus Zur Linde unter der Sperrung“, bemerkte Sauerland.

Grund für die Sperrung ist, das die Rohre für Abwasser und für Regenwasser zum Neubaugebiet Oberer Rahlenberg gelegt werden sowie der Anschluss zu den bereits vorhandenen Rohren der angrenzenden Straßen. Derzeit arbeitet die Firma Gebrüder Schmidt aus Kirchen in Rheinland-Pfalz an einer Überflutungsleitung der beiden neuen Rohre an der Einfahrt zur Bergstraße. Diese Leitung soll verhindern, dass zum Beispiel bei starkem Niederschlag die Straße oder die Keller der Anwohner geflutet werden.

Nachdem der Anschluss von der Räriner Straße ins Neubaugebiet erfolgt ist, geht es Anfang August im Bereich der Bergstraße 11-13 weiter mit der Erschließung. Erst wenn später die Versorgungsleitungen wie Gas, Wasser und Strom gelegt werden, muss die Baufirma wieder an der Räriner Straße arbeiten. Da diese Leitungen jedoch in den Gehweg gelegt werden, wird es dann voraussichtlich keine Vollsperrung geben, so wie jetzt, sondern vermutlich nur eine einseitige Sperrung. Lediglich um die abschließende Asphaltdecke zu legen, sei eine eintägige Sperrung noch einmal denkbar, sagt Vorarbeiter Simon-Peter Brüggemeier.

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