Spontanaktion trägt Früchte

Von der Spendenbereitschaft überrannt: Zwei Herscheider helfen Hochwasser-Opfern

Die beiden Organisatoren der Hochwasser-Spendensammlung: Mika Block und Patrick Peterlik.
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Die beiden Organisatoren der Spendensammlung: Mika Block und Patrick Peterlik.

Zwei junge Herscheider haben spontan zu einer Hochwasser-Hilfsaktion aufgerufen und waren überwältigt von der Spendenbereitschaft in der Ebbegemeinde.

Herscheid – „Ich habe den Aufruf in den sozialen Medien am Freitag gestartet und hatte Sorge, dass am Samstag überhaupt jemand zum Schützenplatz kommt“, sagt Mika Block, der bei der Idee von seinem Freund Patrick Peterlik unterstützt wurde,

Ein kleiner Lkw und Tatendrang waren vorhanden, doch dann wurden die beiden Helfer am Samstag förmlich überrollt von spendenwilligen Herscheidern. „Mir ist total das Herz aufgegangen, als ich gesehen habe, wie viele Leute etwas gespendet haben“, so Block. Darunter seien viele hochwertige Dinge wie Tauchpumpen, Werkzeug, Babywindeln, Drogerieartikel, Lebensmittel und Kleidung gewesen.

„Es tat uns sehr leid, aber wir mussten schon um kurz nach 10 Uhr wieder Leute wegschicken, weil die Lkw voll waren“, berichtet Block. Kurzerhand hatte Patrick Peterlik über die elterliche Spedition noch einen weiteren Lkw besorgt. Beide Lastwagen waren nach kürzester Zeit mit Hilfsgütern vollgepackt.

Da die Hilfsgüter in Altena (noch) nicht benötigt wurden, beide aber von einem Aufruf im Kreis Euskirchen gehört hatten, starteten die beiden Herscheider noch am Samstag in Richtung Ahrweiler/ Weilerswist.

Dort wurden die jungen Männer an einer Gesamtschule, in der Feldbetten für die betroffenen Hochwasseropfer standen, überaus herzlich empfangen. „Die Leute dort haben spontan eine Menschenkette gebildet und so haben wir die Sachen schnell ausladen können“, berichtete Block.

Nach dem überwältigen Erfolg der spontanen Hilfsfaktion, die im Kreis Ahrweil sehr positiv aufgenommen wurde, planen beide eine Wiederholung und wollen in Kürze eine weitere Sammlung in Herscheid organisieren. Zugleich dankten sie allen, die die erste Spendenaktion unterstützten und baten um Verständnis, dass nicht alle Spenden entgegengenommen werden konnten.

„Es war als kleine Hilfsaktion gedacht. Wir hätten nie gedacht, dass so viele dem Aufruf folgen“, zeigte sich Block im Nachgang hocherfreut über die sehr gute Resonanz .

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