1. come-on.de
  2. Lennetal
  3. Herscheid

Spatenstich an der Gemeinschaftshalle: Arbeiten an neuem Wohnzimmer beginnen

Erstellt:

Von: Dirk Grein

Kommentare

Hoch die Schaufeln, der Umbau kann beginnen: Mitglieder des Schützenvereins, Vertreter der Gemeindeverwaltung, der Baufirma Behle und des Architekturbüros Archifaktur beim ersten Spatenstich vor der Gemeinschaftshalle.
Hoch die Schaufeln, der Umbau kann beginnen: Mitglieder des Schützenvereins, Vertreter der Gemeindeverwaltung, der Baufirma Behle und des Architekturbüros Archifaktur beim ersten Spatenstich vor der Gemeinschaftshalle. © Dirk Grein

Genau den richtigen Zeitpunkt abgepasst: In einer der wenigen Regenpausen schritten am Donnerstagnachmittag sechs behelmte Herren zu den bereitgestellten Schaufeln, ließen damit zum Vergnügen der Zuschauer einige Portionen Sand fliegen und eröffneten so symbolisch die Bauarbeiten in und an der Gemeinschaftshalle.

Herscheid - Wohl gemerkt: In dieser wird bereits seit Monaten fleißig gewirkt. Die Mitglieder des Schützenvereins haben in vielen 100 Arbeitsstunden dazu beigetragen, dass das Gebäude nahezu entkernt ist; diese erbrachte Eigenleistung sorgt auch für eine Reduzierung der Gesamtkosten des nun folgenden Umbaus. Bürgermeister Uwe Schmalenbach dankte den Schützen daher in seiner Ansprache vor etwa 70 Besuchern.

Diese konnten sich ein Bild von dem Stand der Baustelle machen – und das bereits auf dem Platz vor dem Gebäude. Neben dem eingerüsteten Eingangsbereich und dem Baukran fiel die Ausschachtung am anderen Hallenende auf. Auch vor dem Gesellschaftszimmer der Schützen sind Erdarbeiten auf dem Parkplatz zu erkennen.

Noch imposanter sind die Veränderungen in der Halle: Die Treppe vom Eingang in den Keller ist zurückgebaut, der Zugang aus der Halle zur einstigen Küche hingegen wird bereits zugemauert. Die Halle selbst wirkt nackt. Im Kellerbereich dominieren Stützen und Stahlträger das Geschehen. Aus vielen kleinen Räumen entstehen völlig neu zugeschnittene Bereiche.

Den Spatenstich hob Bürgermeister Uwe Schmalenbach als wichtigen Schritt hin zu einer multifunktionalen Gemeinschaftshalle hervor, die aufgrund der Nähe zum Ortszentrum eine besondere Rolle für die Bürger und die Gemeinde einnehmen werde. Er erinnerte an die Planungen, die 2016 mit der Aufnahme des Projektes in das Gemeindeentwicklungskonzept begannen und unter aktiver Beteiligung der Bevölkerung vorangebracht wurden.

Die Hartnäckigkeit der Gemeinde, deren erster Förderantrag noch abgelehnt worden war, habe sich ausgezahlt: Kurz nach dem Besuch von NRW-Ministerin Ina Scharrenbach folgte 2019 die Zusage über Fördermittel in Höhe von 2,7 Millionen Euro. Um alle geplanten Maßnahmen und Wünsche umsetzen zu können, seien die Schützen als Eigentümer der Halle jedoch auf finanzielle Unterstützung – Spenden – der Bürger angewiesen.

Daher betonte der Bürgermeister abschließend, dass die Gemeinschaftshalle das neue, moderne Wohnzimmer der Gemeinde werde „und dieses ist für alle da“.

Auch interessant

Kommentare