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Sparsame Weihnachtsbeleuchtung im Dorf

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Von: Dirk Grein

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Die Bauhof-Mitarbeiter brachten am Montag die Weihnachtsbeleuchtung an der Plettenberger Straße an.
Die Bauhof-Mitarbeiter brachten am Montag die Weihnachtsbeleuchtung an der Plettenberger Straße an. © Grein

Auch in Zeiten der Energiekrise will die Gemeinde Herscheid nicht auf den vorweihnachtlichen Glanz in der Ortsmitte verzichten: Unmittelbar nach Totensonntag wurde am Montag die Weihnachtsbeleuchtung in Betrieb genommen.

Plettenberg - Die Mitarbeiter des Bauhofes hatten bereits in der Vorwoche die ersten Lichtersterne an den niedrigeren Laternen der Lüdenscheider Straße sowie der Seitenstraßen angebracht; angeschlossen wurden sie jedoch erst am Montag. Auch an den höheren Laternen der Plettenberger Straße wurden nun am Montag mit Hilfe einer Arbeitsbühne die Sterne angebracht. Insgesamt sind es nach Angabe von Bauhof-Vorarbeiter Thomas Deitmerg 68 Sterne, die zum Großteil bereits auf LED-Leuchtmittel umgerüstet sind.

Lediglich an den Lichter-sternen an der Mittelstraße seien noch „alte“ Leuchtmittel im Einsatz. Passend zu den Stelen am Alten Schulplatz sowie am Neuer Weg sind die dortigen 13 Sternenschweife ausschließlich mit LED ausgerüstet. Zum Austesten der Beleuchtung wurde diese am Montagmittag nach der Montage probeweise kurzzeitig eingeschaltet.

Der Stromverbrauch durch die Weihnachtsbeleuchtung sei vergleichsweise gering, darauf hatte Bürgermeister Uwe Schmalenbach bereits im Herbst hingewiesen, als die von der Bundesregierung erlassene Kurzfristenergieversorgungssicherungsmaßnahmenverordnung in Kraft trat. Herscheid halte daher – wie übrigens alle anderen Kommunen im Märkischen Kreis auch – an der Weihnachtsbeleuchtung fest. Dennoch gibt es Veränderungen im Vergleich zu den Vorjahren, die das Ziel der Energie- und Kosteneinsparung verfolgen.

Keine Bäume an Rathaus und Kreisel

Lichterglanz im Sparmodus: Die Weihnachtsbeleuchtung ist nahezu komplett auf LED umgestellt.
Lichterglanz im Sparmodus: Die Weihnachtsbeleuchtung ist nahezu komplett auf LED umgestellt. © Hempler

Diesen Bemühungen zum Opfer gefallen sind die Weihnachtsbäume am Rathaus und auf dem Ebbekreisel. Da auf Letztgenanntem die Beleuchtung der Schwungräder ausgesetzt wurde, verzichte man an dieser Stelle auch auf einen Christbaum, erzählt Thomas Deitmerg. Somit stellt die Gemeinde in diesem Jahr lediglich einen mit Lichtern geschmückten Weihnachtsbaum auf: Dieser steht auf dem Kirchplatz, nahe der Treppe zur Apostelkirche.

Eine Neuerung gibt es allerdings auch: Zwar wird aus Kostengründen in den Abend- und Nachtstunden vorerst auf die Beleuchtung des Denkmals an der Lüdenscheider Straße verzichtet. Dort ist jedoch in einem Baum ein Lichternetz eingesetzt worden, das dort für festlichen Glanz sorgen soll. Ein solches Netz ist bereits seit ein paar Jahren an einem Baum vor dem Rathaus angebracht worden.

Leuchtphase in den Randzeiten verkürzen

Eine zweite Veränderung betrifft die Leuchtdauer. Wie Thomas Deitmerg erläutert, ist die Weihnachtsbeleuchtung grundsätzlich an die Straßenbeleuchtung gekoppelt. Diese werde in der Regel gegen Mitternacht (am Wochenende um 1 Uhr) aus- und gegen 5 Uhr wieder eingeschaltet. Ausgenommen sind viel befahrene Kreuzungsbereiche, die aus Gründen der Verkehrssicherheit durchgehend beleuchtet sein müssen.

Bei dem besagten Einschalten kommen an den Herscheider Laternen bald flächendeckend Astro-Uhren zum Einsatz. Diese sorgen am Morgen dafür, dass die Laternen nach dem Sonnenaufgang automatisch ausgeschaltet werden und am Abend erst bei Sonnenuntergang für Helligkeit sorgen.

Nachdem die letzten Astro-Uhren installiert sind, soll in Herscheid die Leuchtphase verkürzt werden: Morgens soll die Straßenbeleuchtung (und damit auch die Weihnachtsbeleuchtung) eine Viertelstunde eher aus- und abends eine Viertelstunde später eingeschaltet werden.

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