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„Sind zu wenig bekannt“: Schul-Förderer ringen um mehr Akzeptanz

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Von: Volker Halbhuber

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Personalwechsel in Reihen des Fördervereins der Grundschule Herscheid: Vorsitzender Oliver Matula (links) bedankte sich bei Nadine Hornung (Zweite von links) und Petra Muth (Dritte von rechts) für ihre Vorstandsarbeit. Der neue Vorstand wird komplettiert durch Sandra Gabrelas (Dritte von links), Martin Dziwisch (Vierter von links), Monika Matula (Vierte von rechts), Nadine Kanzek (Zweite von rechts) und Bianca Clever (rechts).
Personalwechsel in Reihen des Fördervereins der Grundschule Herscheid: Vorsitzender Oliver Matula (links) bedankte sich bei Nadine Hornung (Zweite von links) und Petra Muth (Dritte von rechts) für ihre Vorstandsarbeit. Der neue Vorstand wird komplettiert durch Sandra Gabrelas (Dritte von links), Martin Dziwisch (Vierter von links), Monika Matula (Vierte von rechts), Nadine Kanzek (Zweite von rechts) und Bianca Clever (rechts). © Volker Halbhuber

Vor einem Jahr übernahm Oliver Matula den Vorsitz beim Förderverein der Grundschule Herscheid. Seitdem machte sich Matula einige Gedanken, warum die Mitgliederzahl von knapp 80 Mitgliedern so gering ist. Sicherlich gibt es, bedingt durch den Abgang von Grundschülern, immer wieder eine Mitgliederfluktuation.

Herscheid - Neue Schüler kommen, alte gehen und somit auch die Eltern als Mitglieder im Förderverein. Aber dennoch stellte Matula im Rahmen der Mitgliederversammlung vor gerade einmal einem Dutzend Anwesenden die Fragen: Was machen wir? Was unterstützen wir? Wie kommen wir an mehr Mitglieder? Bei der persönlichen Verteilung eines Großteils der Einladungen zur Mitgliederversammlung wurde Matula klar, dass vielen Eltern der Förderverein nicht bekannt ist und viele sich nicht bewusst sind, welche Notwendigkeit der Verein für die Schule hat.

Mehr Aufklärungsarbeit bei den Eltern nötig

„Wir sind einfach zu wenig bekannt und finden daher auch wenig Engagement bei den Eltern, den Verein in welcher Form auch immer zu unterstützen. Es bedarf also mehr an Aufklärung der Eltern über die Wichtigkeit des Fördervereins und mehr an Präsenz“, sagte Matula und stellte einige Möglichkeiten vor, doch diese sind mit Kosten und einigem Aufwand verbunden. Eine erste Möglichkeit, die der Verein nutzen will, ist ein Bereich auf der neuen Grundschul-Homepage, wo man den Förderverein verstärkt darstellen und bewerben will. Die neue Homepage soll laut Rektorin Heike Zielinski zum neuen Schuljahr fertig sein.

Neue Mitglieder sind zwingend notwendig, um Möglichkeiten zu schaffen, die Grundschule mit ihren 240 Schülern zu unterstützen, denn wie Matula im Vorfeld der Versammlung klar machte, steigen die Anschaffungskosten, derzeit liegen diese bei rund 40 Prozent.

Zwar konnte die Anzahl der Mitglieder auf aktuell 82 gesteigert werden, aber bei 240 Schülern müsste die Unterstützung für den Verein von mehr Eltern kommen. Zudem wird es für den Förderverein schwierig, ohne Spenden und Einnahmen durch Aktionen wie Waffelbacken und Adventsmarkt, die Mehrkosten zu stemmen. Dass man im vergangenen Jahr die Bestuhlung für fünf der aktuell elf Klassen finanzieren konnte, war nur möglich, da hierfür klar definierte Spenden vorlagen.

2023 ein „richtiges Zirkusprojekt“

Doch die Hauptaufgabe des Fördervereins liegt nicht in erster Linie in der Förderung von Mobiliar, sondern in der direkten Unterstützung von Lehrern und Schülern in Form von Beteiligungen am Zirkusprojekt, Besuchen von Theateraufführungen oder Hilfen bei Schulmaterial. „Das Zirkusprojekt in diesem Jahr fand leider unter Ausschluss der Öffentlichkeit in der Rahlenberg-Turnhalle statt. Aber wir hoffen, dass wir im September 2023 wieder ein richtiges Zirkusprojekt für alle Klassen auf die Beine stellen können“, sagte Heike Zilinski.

Die Kosten dafür belaufen sich auf nicht weniger als rund 20 000 Euro. „Wir werden sicherlich noch Vergleichsangebote einholen, aber wir können davon ausgehen, dass diese auf gleicher Höhe liegen werden“, machte Matula deutlich, welche Arbeit auf den Förderverein zukommt.

Hinzu kommen Kosten für zwei Theaterbesuche. „Es wäre natürlich schön, wenn wir zwei Besuche realisieren können. Wenn es aber nur einer wird, ist es halt so“, sagte der Vorsitzende.

Matula selbst hatte einen Spendenaufruf bei diversen Firmen gestartet, um Kosten für einen Verkaufsstand beim Adventsgestöber decken zu können. Dieser wurde aber aufgrund von Corona vorzeitig beiseitegelegt. Ein paar Spenden aber blieben dennoch.

Die aktuell starken Anfragen bei Herscheider Läden wie dem Raiffeisenmarkt oder im Rewe-Kaufpark für verschiedene Waffelback-Projekte, sehen die Mitglieder im Förderverein nun etwas skeptischer, ob hierdurch wirklich gute Einnahmen generiert werden können oder man dort überhaupt einen Platz bekommt.

Also hinterfragte Matula, welche anderen Möglichkeiten bestehen. Diskutiert wurde über einen Paypal-Spendenbutton, wo sich Vereine anbieten können. Alternativ hierzu kam der Vorschlag, sich bei Amazon als Spendenempfänger über „Amazon-Smile“ anzumelden. „Jeder kauft mal irgendwas bei Amazon. Wenn man dort über Amazon-Smile kauft, erhält der gewünschte Verein einen kleinen Betrag als Spende“, sagte Bianca Clever zu dem System. Dies will der Verein testen.

Apropos: Bianca Clever wurde von der Versammlung zur neuen zweiten Vorsitzenden als Nachfolgerin von Petra Muth gewählt. Auch an der Kasse gab es einen Wechsel. Für Nadine Hornung führt nun Martin Dziwisch das Finanzielle. Neben der wiedergewählten Nadine Kanzek wurden Sandra Gabrelas und Monika Matula zu neuen Beisitzern gewählt.

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