Die sichersten Tomaten Herscheids

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Ein Anblick, der für Verwunderung sorgt: Seit einigen Tagen hängen am Elsener Tomaten-Kübel auffällige Hinweisschilder. Wer diese erstellt und angebracht hat, ist ungewiss.

Herscheid - Mehr Sicherheit im öffentlichen Raum – diese Maxime wird anscheinend im beschaulichen Örtchen Elsen beherzigt. Dort gibt es eine Videoüberwachung für Tomatenpflanzen, so steht es zumindest auf zwei auffälligen Schildern, welche seit einigen Tagen für erstaunte und amüsierte Blicke bei Spaziergängern, Autofahrern und Anwohnern sorgen.

„Das ist natürlich nur ein Gag“, lacht auch Reinhard Bathe, der jedoch postwendend betont, dass die Schilder nicht von ihm angefertigt worden sind. Die Pflanzen hingegen stammen von ihm: Der Elsener hatte im Frühjahr Tomatensamen in seinem Garten eingesetzt, mit überraschendem Erfolg. „Ich hatte auf einmal so viele Pflanzen, dass ich gar nicht wusste, wohin damit“, erzählt Bathe. Nachdem Nachbarn und Bekannte beschenkt worden waren, hatte er immer noch einige Pflanzen über. Und dann fiel dem Elsener der Pflanzkübel am Ortsausgang in Richtung Herscheid auf, in dem bis dato keine hohe Bepflanzung vorhanden war. Also setzte er kurzerhand drei Pflanzen ein und diese sollten sich prächtig entwickeln.

Der Wetterschutz durch die umstehenden Laubbäume, regelmäßige Sonneneinstrahlung und ein paar Gießkannen Wasser in regenarmen Perioden sorgten für eine beachtliche Entwicklung. Auf den Einsatz von Dünger wurde strikt verzichtet, den hat es auch nicht benötigt, wie das aktuelle Resultat beweist. Auf rund fünf Kilogramm schätzt Bathe das Gewicht der nahezu erntereifen Tomaten. Wer regelmäßig an dem Pflanzenkübel vorbeikam, der konnte die Färbung der Früchte vom anfänglichen Grün über ein sanftes Orange hin ins saftige Rot erleben. „Ich glaube, viele Leute erfreuen sich an dem Anblick“, weiß der Hobbygärtner.

Von den kürzlich angebrachten Überwachungs-Schildern wurde auch Reinhard Bathe überrascht: „Ich habe eine Vermutung, wer es gemacht haben könnte, bin mir aber nicht sicher.“ Auf jeden Fall habe sich der unbekannte Scherzbold Mühe gegeben bei der Erstellung und beim Einschweißen der beiden Schilder. Ernst gemeint ist die Botschaft indes nicht: „Ich hatte mir erhofft, dass die Pflanzen nicht mutwillig zerstört werden, was zum Glück nicht der Fall ist. Aber Spaziergänger, die an dem Pflanzenkübel vorbeilaufen, dürfen gerne zugreifen und sich eine reife Tomate abpflücken“, sagt Reinhard Bathe. Eine Überwachung per Videokamera sei dabei nicht zu befürchten.

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