Verjüngter SGV mit neuem Mitgliederrekord

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Der Vorsitzende Hartmut Michel (li.) konnte zahlreiche langjährige Mitglieder der SGV-Abteilung Herscheid bei der Jahreshauptversammlung auszeichnen.

Herscheid - Während zahlreiche Vereine einen verstärkten Mitgliederschwund und Nachwuchsprobleme zu beklagen haben, stellt sich die SGV-Abteilung Herscheid diesem Trend erfolgreich entgegen. Denn hier gibt es seit zwei Jahren ein bemerkenswertes personelles Wachstum zu verzeichnen, mit dem auch eine deutliche Verjüngung des Vereines verbunden ist.

Dementsprechend erfreut zeigten sich die Verantwortlichen rund um den 1. Vorsitzenden Hartmut Michel, der am frühen Samstagabend die Leitung der 128. Jahreshauptversammlung übernahm und auf ein ereignisreiches Jahr zurückblicken konnte. Nach der Begrüßung aller anwesenden Mitglieder, die sich in einer großen Zahl im Hotel „Zum Adler“ eingefunden hatten, wurde gleich zu Beginn auf die mehr als zufriedenstellende Entwicklung der Abteilung eingegangen.

 Innerhalb von gerade einmal zwei Jahren ist es den heimischen Wanderfreunden gelungen, ihre Mitgliederzahl von 209 auf 270 Personen zu steigern. Dieser Wert übertrifft damit den bisherigen Rekordstand aus dem Jahr 2000, als 255 Mitglieder gezählt wurden. Insgesamt 33 Vereinseintritten 2016 folgten 34 Neulinge im vergangen Jahr, die den Altersdurchschnitt enorm nach unten senkten. Statt bei 70,2 (2015) liegt er mittlerweile bei 59,2 Jahren. 

„Den entscheidenden Beitrag dazu, hat unsere Jugend- und Familienabteilung geleistet. Dank ihres Engagements konnten wir viele junge Leute mit Kindern an unseren Verein binden“, lobte Hartmut Michel den Einsatz einiger aktiver Mitglieder, die sich um attraktive Angebote für den Nachwuchs, wie Fahrten in den Kletterwald, Kürbisschnitzen oder auch den Vogelhäuschenbau im Verein kümmern. Dass es eine große Menge an verschiedensten Veranstaltungen im Verein gibt, machte auch der Rückblick auf 2017 deutlich. Im Mittelpunkt standen natürlich wie gewohnt die Wanderungen, von denen 22 angeboten wurden und an ganz unterschiedliche Ziele führten. Von der Entdeckungstour im Ohler Gebirge, über eine Naturkundliche Wanderung mit dem Ranger im Ebbe oder einer Tageswanderung im Hochsauerland bis hin zu den Vater-Kind-Wochenenden auf der Wiehardt – die SGV-Mitglieder durften sich über ein abwechslungsreiches Wanderprogramm freuen. Aber auch Besichtigungen und die Teilnahme an Festivitäten kamen nicht zu kurz. Gemeinsam besuchten SGVer zum Beispiel Aufführungen der Altstadtbühne Lüdenscheid, unternahmen einen Ausflug zur Zeche Zollverein oder feierten das 50-jährige Jubiläum der Gaststätte Nordhelle.

 Naturschutzwart Markus Gumpricht thematisierte in seinem Bericht unter anderem die Folgen des Sturmtiefs „Friederike“, wobei er betonten konnte, dass die heimischen Gebiete im Gegensatz zu anderen Regionen „milde davongekommen“ und die Schäden glücklicherweise nicht so stark wie durch den Orkan „Kyrill“ gewesen seien. Auf ein ernstzunehmendes Problem machte Erwin Schöttler in seiner Funktion als Wegewart aufmerksam. Dabei ging es um die Beschmutzung und Beschädigung von Schildern insbesondere im Bereich der Motorradkurven zur Nordhelle. Hier wurden mehrfach Zeichen mit roter und schwarzer Farbe besprüht, was mitunter zu deren Unkenntlichkeit führte. 

„Ein Trittbrettfahrer hat diese Aktion aufgegriffen und alle Wegezeichen auf rund 2,2 km um den Heveler Kopf entfernt beziehungsweise geschwärzt“, ärgerte sich Schöttler über Nachahmer, deren zerstörerisches Verhalten für Kopfschütteln im Verein gesorgt habe. Da die Budgetverwaltung bei der erfolgten Kassenprüfung anschließend keinen Anlass zur Kritik gab, folgte die Entlastung des Vorstands einstimmig. Ernst August Benfer sorgte für die musikalische Begleitung bei der Jahreshauptversammlung am Samstagabend. Mit dem traditionellen Kohl- und Mettwurstessen klang die Versammlung schließlich in geselliger Runde gemütlich aus.

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