Drogenlabor hochgenommen

Nach SEK-Einsatz im MK: Die Zahl der Verdächtigen wächst

Das sichergestellte Beweismaterial wird aus der Wohnung geräumt.
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Das sichergestellte Beweismaterial wird aus der Wohnung geräumt.

Ein SEK-Einsatz in Herscheid sorgte am Sonntag für Aufsehen. Dort wurde ein Drogenlabor hochgenommen, die Ermittlungen laufen. Am Montag bestätigte die Polizei, dass die Zahl der Verdächtigen wächst.

Herscheid - Im Fach über der Jack Daniels-Whiskey-Cola-Dose, einem Glas mediterraner Pepperoni und der Müllermilch mit Schokogeschmack liegt der Stoff, der einem Mann aus Herscheid massig Geld eingebracht hätte: Amphetamine. Eine Droge, die ihre Konsumenten nicht müde werden lässt. 16 Kilogramm hatte der Herscheider gelagert. Marktwert pro Kilo: 3000 bis 4000 Euro. Mal 16 macht das zwischen 48.000 und 64.000 Euro.

Es war offensichtlich ein Volltreffer, den die Polizei da am Sonntag in Herscheid gelandet hat. Auf den Hinweis einen Zeugen drang ein Sondereinsatzkommando um 14.30 Uhr in die Wohnung des Verdächtigen an der Hohle Straße ein. Die Beamten - im Einsatz war auch ein SEK - fanden dabei nicht nur die Drogen, sondern auch die passenden Vorrichtungen, die darauf schließen lassen, dass die Amphetamine in der Wohnung - in einem Drogenlabor - selber hergestellt worden sind.

Nach SEK-Einsatz im MK: Ermittlungen gegen sechs Verdächtige

Messer, Toilettenpapier, Messbecher und Eimer – all das ist auf dem Beweisbild der Polizei zu sehen, das einen kleinen, rollbaren Schreibtisch mitten zwischen Schränken und einem Sofa oder Sessel zeigt. Hier muss offenbar jemand tätig gewesen sein, der Ahnung von den chemischen Vorgängen zur Herstellung von Amphetaminen hat. Hergestellt wird die Droge unter anderem aus dem Stoff Norephedrin, der zum Beispiel in dem frei verkäuflichen Wick Daymed Erkältungskapseln vorkommt. 

In Herscheid lief am Sonntag der Einsatz der Polizei. Auch die Feuerwehr war beteiligt.

Wer hier in welcher Funktion wie mitgewirkt hat, das soll jetzt geklärt werden. Gegen sechs Verdächtige laufen laut Polizeisprecher Christof Hüls die Ermittlungen. Der 25-jährige Hauptverdächtige wurde am Montag auf Antrag der Staatsanwaltschaft Hagen dem Haftrichter vorgeführt. Nach der Anhörung, die am Mittag stattfand, erließ der Richter einen Untersuchungshaftbefehl. Damit sitzt der Mann aus Herscheid nun erst einmal in Untersuchungshaft.

Drogenlabor in Herscheid: Zahl der Verdächtigen wächst

Ursprünglich hatte die Polizei nach dem Zeugenhinweis bei dem Einsatz am Sonntag die Befürchtung, dass der Mieter der Wohnung in Herscheid bewaffnet sein könnte, weshalb am Sonntagmittag das Sondereinsatzkommando (SEK) zur Hilfe gerufen wurde. Waffen fanden die Einsatzkräfte schlussendlich nicht vor. In der Wohnung trafen die Einsatzkräfte den 25-jährigen Mieter und zwei junge Frauen an. Die ersten Ermittlungen ergaben dann bis Montag drei weitere Verdächtige.

Amphetamin: Wirkung und Herstellung

Beim Freizeitkonsum werden Amphetamine als Pulver, Bombe (in Papier eingewickeltes Speed) oder seltener in Pillenform konsumiert. Das Pulver wird meistens durch die Nase aufgenommen. Es wirkt leicht euphorisierend, hält wach und ermöglicht um mehrere Stunden verlängerte Tätigkeiten. Bei nachlassender Wirkung kommt es zu Nervosität und Abgespanntheit („Abturn“); der Körper fordert die dringend benötigte Ruhe ein, aber das noch nicht abgebaute Amphetamin verhindert dies. Aus diesem Grund ist es verbreitet, sich durch den Konsum von Cannabis zu beruhigen („herunterrauchen“). Zum Teil werden starke Beruhigungsmittel aus der Stoffgruppe der Benzodiazepine wie Rohypnol oder Valium eingenommen, um zur Ruhe zu kommen. Quelle: Wikipedia

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