Begeisterung für kleine Fluggeräte führt eine Männergruppe zusammen

Sechs Männer und ihre fliegenden „Spinnen“

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Sie bilden den Stammtisch (von links nach rechts): Janis Scholz, Harald Weber, Hans Georg Lange von Stocmeier, Jens Stederoth, Achim Guski und Alexander Reusch. Sie sind bodenständig und heben manchmal trotzdem ab.

Herscheid - Der klassische Stammtisch ist in sauerländischen Gaststätten zwar nicht mehr so häufig wie früher anzutreffen, aber es gibt ihn noch. Und so konnte man beim Betreten des Gastraumes im Jagdhaus Weber in Reblin auch sofort an eine derartige Gruppierung denken.

Sechs Männer saßen dort gemütlich auf der Eckbank und prosteten sich zu, bei einer angeregten Unterhaltung. Die allerdings hatte weder die aktuelle Politik, noch die näher rückende Weihnachtszeit zum Inhalt. Und auch Jogi und seine Burschen, waren nicht angesagt. 

Vielmehr waren es kleine rechteckige Kästchen, die eine erstaunliche Wandlungsmöglichkeit haben. Mit schnellen Griffen ausgeklappt, ragten an den Seiten vier Arme mit Propellern heraus. Und genau der Anzahl dieser beim Namen angepasst, handelte es sich um Quadrokopter. 

Im Volksmund deutlich häufiger als Drohnen bezeichnet, haben die fliegenden Kisten die sechs Männer zusammengeführt. Dass Erstaunliche dabei: Bei jedem von ihnen wurde durch einen Kontakt zu einem Kopterbesitzer außerhalb der jetzigen Gruppe das Interesse geweckt. So traf man sich schon „infiziert“ mehr oder weniger zufällig, lernte sich näher kennen und hatte die Idee zum regelmäßigen Treffen. 

„Wir fliegen uns vor unserem Stammtisch ein bisschen warm, aber dann geht es einfach nur noch um den Gedankenaustausch und die neuesten Erlebnisse in der Luft“, bringt es Achim Guski, Geschäftsführer der Herscheider Firma Guski und Müller, auf den Punkt. 

Alle Flieger der Gruppe haben sich im Übrigen für ein Fluggerät des Markenführers entschieden. Zwar wird dafür je nach Modell ein Betrag von rund 1 500 Euro fällig, aber der Preis ist im Vergleich zu „Billigfliegern“ durchaus gerechtfertigt. „Natürlich kann man auch mit einer Drohne für unter 100 Euro Spaß haben. Nur wie lange, ist die entscheidende Frage“. 

Schnell können die sechs Fachleute, die zum Teil schon vor fünf Jahren mit den Kopterflügen begonnen haben, die Unterschiede aufzeigen. Angenehmer Nebenaspekt bei ihren begeisterten Ausführungen: Sie verlieren nicht die Bodenhaftung. 

Hält man sich aber vor Augen, über welche Funktionen die hochwertigen Fluggeräte verfügen, werden selbst dem Laien schnell die Vorteile bewusst. So fliegt in Flugverbotszonen die Drohne gar nicht erst los und der Akkustand wird akribisch beobachtet. In letzter Konsequenz kommt der Quadrokopter selbstständig zurück, bevor er Abstürzen würde. 

„In Auktionsplattformen werden die Fluggeräte heutzutage im Übrigen schon zu deutlich günstigeren Konditionen gebraucht angeboten“, erläutert Harald Weber, Gastgeber und Besitzer des Rebliner Jagdhauses. Welche Vorschriften für den Flugbetrieb gelten, regelt in Deutschland die Drohnenverordnung. Nach Gewichtsklassen eingeteilt, sind diese unterschiedlich. Wobei Drohnen und Multikopter bei mehr als 25 Kilogramm Gewicht nicht starten dürfen. 

Wichtig neben allen technischen Finessen, zu denen natürlich die Qualität der Kamera für Foto- und Videoaufnahmen gehören, ist den Gruppenmitgliedern der Hinweis auf die „Drohnen-Versicherung“. Prinzipiell müssen alle unbemannten Flugobjekte versichert werden.

Gerne geben die Stammtischler ihre Kenntnisse an Interessierte weiter, sicherlich auch eine Chance für eine Kaufberatung für potenzielle Anfänger. Ansprechpartner hierfür ist Harald Weber unter Ruf (0 23 57) 9 090 0.

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