In der Herscheider Ortsmitte

Schwierige Lösungssuche: Ausweitung der Parkscheiben-Regelung im Gespräch

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Der Neuer Weg hat nicht nur ein neues Pflaster erhalten: Die Fahrbahn wird durch das Pflanzen eines Solitärbaumes in Richtung Provinzial Arnold verschwenkt. In die kreisrunde Aussparung auf unserem Bild wird im November eine Eiche gepflanzt.

Herscheid - Welche Auswirkungen hat die Umgestaltung des Alten Schulplatzes auf das Parkverhalten im Herscheider Dorfkern? Darauf gibt es vorerst keine konkreten Antworten.

Fakt ist: Die Arbeiten auf der Großbaustelle in der Ortsmitte nähern sich mit großen Schritten ihrem Ende. Die Pflasterarbeiten sind nahezu abgeschlossen, die Lichtstelen installiert und die Stufenanlage wirkt komplett. Dennoch könne die Baustelle am Neuer Weg in dieser Woche noch nicht für den Straßenverkehr freigegeben werden, erklärte gestern Tiefbau-Mitarbeiter Bernd Wittemund. 

Das verschafft zumindest den Planungen im Rathaus noch etwas Zeit. Um das Dauerparken am Alten Schulplatz künftig zu unterbinden, wird dort eine Parkscheiben-Regelung eingeführt. Eine Begrenzung auf zwei Stunden Parkzeit sei die gängige Regel, meint Bürgermeister Uwe Schmalenbach. 

Wie viele Stellflächen auf dem Schulplatz angelegt werden, das steht noch nicht fest. Dass eine Reduzierung im Vergleich zum früheren Zustand angestrebt wird, daraus hat die Gemeinde nie ein Geheimnis gemacht. Ob und wie einzelne Parkboxen auf der neu gepflasterten Fläche eingezeichnet werden, das will der Bürgermeister flexibel entscheiden – je nach dem, wie groß der Bedarf tatsächlich ist. 

„Fest steht, dass die Einführung der Parkscheiben-Regelung Auswirkungen auf das Umfeld haben wird“, ist sich Schmalenbach sicher. Aus diesem Grund befragt die Gemeinde die ortsansässigen Gewerbetreibenden, wie sie zu einer Ausweitung der Parkscheiben-Zone auf den gesamten Dorfbereich stehen. Die bisher eingereichten Meinungen gehen weit auseinander. 

In den Mittelpunkt wird bei den Händlern die Situation der Mitarbeiter gerückt: Weit über 20 Mitarbeiter benötigen nach Schätzungen eines Gewerbetreibenden wochentags Stellflächen für ihre Fahrzeuge. Eine Lösung, die alle Beteiligten zufriedenstellt, dürfte nur schwer zu erreichen sein. Denn neben den Gewerbetreibenden und deren Kunden wünschen sich auch Anwohner Parkmöglichkeiten möglichst direkt vor der eigenen Haustür. 

In diesem Zusammenhang stellt der Bürgermeister unmissverständlich klar, dass Steuer- und auch Fördergelder nicht dafür gedacht sind, um Parkplätze für Mitarbeiter oder Anwohner zu schaffen. Dies sei Aufgabe der Arbeitgeber, beziehungsweise der Vermieter. Für Uwe Schmalenbach genießen Parkmöglichkeiten für Kunden und Patienten eine höhere Priorität.

Das Thema Parken im Dorf wird am Montag, 12. November, in der öffentlichen Sitzung des Bau-, Planungs- und Umweltausschuss im Bürgersaal des Rathauses besprochen.

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