Schnee hat Herscheid im Griff: Vier LKW versperren Silbergkurven

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Herscheid - Zweieinhalb Stunden ging Donnerstagmorgen gar nichts mehr zwischen Herscheid und Lüdenscheid. Gleich vier Lkw standen in den Silbergkurven quer, sodass die Strecke von 7.10 Uhr bis 9.40 Uhr gesperrt war. „Die Straße war so dicht, da kamen auch keine Räumfahrzeuge mehr durch“, sagt Ingo Fries, Betriebsdienstleiter von Straßen.NRW.

Die betroffenen Lkw-Fahrer sicherten ihre Fahrzeuge selbst ab und warteten dann, bis die Räumfahrzeuge von den anderen Fahrzeugen durchgelassen wurden, um Salz unter die Lkw zu streuen. Bis auf die quer stehenden Lkw habe es in Herscheid gestern jedoch keine wetterbedingten Unfälle gegeben, sagt Dietmar Boronowski, Pressesprecher der Polizei im Märkischen Kreis. „Die Leute haben sich an die Witterung gewöhnt und es ist ein sehr vorbildliches Verhalten aller Verkehrsteilnehmer zu beobachten“, erklärt dieser.

Die Mitarbeiter von Straßen.NRW waren seit drei Uhr morgens bis zum Nachmittag durchgängig unterwegs, um die Straßen zu räumen und zu streuen. Das Problem lag in den Morgenstunden darin, dass es überall gleichzeitig schneite und man mit dem Räumen nicht schnell genug hinterher kam.

Ähnlich sah es beim Baubetriebshof aus. In Herscheid selbst führte der Schnee ebenfalls am Vormittag zu einem Chaos, berichtet Thomas Deitmerg vom Baubetriebshof der Gemeinde Herscheid. Die Schneeverwehungen hätten neben dem Neuschnee dafür gesorgt, dass die Straßen, vor allem nach Sirrin und Nieder-Holte, zu gewesen wären und durch die langen Strecken zu den einzelnen Ortschaften habe es gedauert, bis man überall gewesen sei. Problematisch sei vor allem, dass der Schnee nass sei. „Der nasse Schnee lässt sich nicht so gut wegschieben. Er fährt sich zudem schneller fest und es wird glatt“, sagt Deitmerg.

Seit letztem Wochenende hat der Winterdienst viel zu tun. „Wenn es durchgängig schneit, fahren wir einmal durch die Straßen, damit der Verkehr für die Bürger frei ist und später fahren wir dann noch ein zweites Mal, um die Straßen wieder breiter zu machen, die durch den geschobenen Schnee verengt wurden“, führt er weiter aus. Geplant sei, sofern es das Wetter zulässt, dass man Freitag mit dem Radlader raus fahren wolle, um den Schnee einzusammeln. Durch die Massen wüsste man im Dorf selbst schließlich schon nicht mehr, wohin damit.

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