Schausteller-Familie sucht Freigelände in Herscheid

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Herscheid - Die Familie Mocke scheint Gefallen zu finden an der Ebbegemeinde. Die Schausteller können sich einen dauerhaften Verbleib in Herscheid vorstellen. Mit Unterstützung der Schützen suchen sie ein Grundstück, auf dem sie sich mit ihren Fahrgeschäften und Wagen niederlassen können.

„Wir würden sehr gern hier ins Sauerland ziehen“, sagt Monique Mocke. Die 32-Jährige gehört bereits der dritten Familiengeneration an, die bundesweit als Schausteller unterwegs ist. Bekanntheitsgrad haben sie durch eine Sonderanfertigung errungen: Die Familie hat ein barrierefreies Entenangeln gebaut – ein europaweit einzigartiger Stand.

Von Ostern bis Heiligabend touren die Mockes von Kirmes zu Volksfest. Lediglich zu Jahresbeginn gönnen sie sich eine kurze Auszeit, bevor es an Reparaturen und Planungen geht. Aktuell hat die Familie ihren festen Wohnsitz in Hamm. Doch zufrieden mit dem Standort, umgeben von Firmen, sind die Schausteller nicht: „Wir haben das ganze Jahr über Trubel, daher brauchen wir in der Winterpause Ruhe“, erzählt Monique Mocke.

Den Akku aufladen – dafür scheint es in Herscheid gute Bedingungen zu geben. Durch die unmittelbare Nähe zur Autobahn sei die Gemeinde zudem auch gut erreichbar und daher verkehrsgünstig gut gelegen.

Mit dem Besucherzuspruch in Herscheid ist die Schaustellerfamilie Mocke durchaus zufrieden.

Die Schausteller sind daher auch nach dem Festwochenende in regem Austausch mit dem Schützenvorstand: Gesucht wird ein etwa 1 000 Quadratmeter großes Freigelände, nach Möglichkeit mit kleiner Lagerhalle. „Wir kommen auf jeden Fall wieder“, verspricht Monique Mocke, dass auch nach der Weiterfahrt in Richtung Cranger Kirmes Herscheid nicht in Vergessenheit geraten soll. Apropos Kirmes: Mit dem Verlauf des Wochenendes zeigt sich die 32-Jährige zufrieden. Mit dem Verkauf von Heliumballons und einem kleinen Entenangeln habe ihre Familie in Herscheid zwar keine Reichtümer anhäufen können. „Aber jeder Euro zählt“, sagt Mocke.

Wünschenswert sei ihrer Meinung nach eine Aufwertung des Festplatzes, der durchaus Potenzial für mehr Attraktionen und Angebote habe. In einem ersten Gespräch mit den Schützen wurde über ein Kinderfest mit allerlei Mitmachaktionen gesprochen, um am Samstagnachmittag mehr junge Familien anzulocken.

Eine Idee, die Volker Halbhuber, zweiter Vorsitzender der Schützen und Platzwart, durchaus verlockend findet. Sein Bestreben ist es, die Kirmes Schritt für Schritt zu etablieren. Viele Schausteller meiden Herscheid aus finanziellen Gründen; nach dem Streit mit dem Betreiber eines Autoscooters vor zwei Jahren fehlen große Fahrgeschäfte. „Wir sind froh, dass wir nun eine Familie gefunden haben, die zu uns passt“, hofft Halbhuber auf den Ausbau der Zusammenarbeit mit Familie Mocke.

Fazit der Schützen:

Die Schützen sprechen von einem tollen Fest und erhalten Zustimmung seitens der Musiker: Herscheids Feuerwehr-Kapelle zeigte sich begeistert von der Stimmung am Sonntag. Doch auch die beiden Tanzabende, für die zwei Livebands verpflichtet wurden, sorgten für ausgelassene Stimmung in der Gemeinschaftshalle. Lediglich das schlechte Wetter am Freitag, das eine Verlegung des Auftaktes in die Halle erforderte, sei ein Wermutstropfen gewesen, sagt Volker Halbhuber. Er verspricht für nächstes Jahr einen erneuten Anlauf für ein Open-Air-Konzert vor der Halle und einen Knaller für den Frühschoppen.

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