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Hindernisse erfolgreich umschifft: Chöre treten endlich wieder auf

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Von: Hartmut Damschen

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Die Chorgemeinschaft der Räriner und Holthauser Sänger hat sich in den vergangenen Jahren vielen Herausforderungen stellen müssen – und diese bislang gemeistert.
Die Chorgemeinschaft der Räriner und Holthauser Sänger hat sich in den vergangenen Jahren vielen Herausforderungen stellen müssen – und diese bislang gemeistert. © Damschen

Die Corona-Pandemie machte Proben fast unmöglich, das Schwinden der Mitgliederzahlen sorgt für einen „Sängerverleih“: Alles andere als ideale Voraussetzungen für ein Konzert von Männergesangvereinen Doch dass auch selbst die größten Hindernisse umschifft werden, bewiesen am Wochenende die Mitglieder des MGV Holthausen und des Sängerbunds Rärin.

Herscheid - Mehrfach sind beide Chöre bereits als Chorgemeinschaft aufgetreten oder haben dem jeweils anderen Chor Leihstimmen zur Verfügung gestellt. Die Zusammenarbeit bietet sich nicht nur wegen des gemeinsamen Chordirektors FDC Herbert Wilberg an. Beide Chöre haben aus der Not eine Tugend gemacht und helfen sich aufgrund sinkender Mitgliederzahlen.

Doch in den vergangenen Jahren trat noch ein anderes Problem auf: Corona machte Proben so gut wie kaum möglich. Dennoch gelang es Chordirektor und Sängern, ein Programm auf die Beine zu stellen, das durch die Attendorner Altstatt-Buben mit ihren schwungvollen Stimmungsliedern ergänz wurde und dadurch für einen musikalischen Kontrast sorgte.

Und so boten insgesamt 35 Männerkehlen Wehmut, Frohsinn und auch Herzschmerz. Die Sänger „berichteten“ von einkehrender Abendruhe, einem Abstecher in die Fremde und von einem friedlichen Sonntagmorgen im Elsetal. Kein Bajazzo, sondern ein Mensch wie jeder andere auch konnte nicht gerade von einer glücklichen Liebe berichten, doch eine fröhliche Zugfahrt über die Alpen von Wien nach Triest konnte vieles vergessen machen.

Der zweite Teil des Programms wies noch einige weitere Höhepunkte des Chorgesangs auf. In „Die Rose“ wurde die Liebe zur Ansichtssache – ein wunderschönes Lied für einen Männerchor. Mit Reinhard May flogen die Gäste mit über den Wolken, bevor ein Bayerischer Jüngling die Erlaubnis von ganz oben bekam, ein „Dirndl“ zu lieben. Der Solist in dem Lied, wie auch bei „Ich bin kein Bajazzo“ und „Kein schöner Land“, war Rüdiger Bartz, der sich selbst in seiner Moderation als „Baby im Verein“ bezeichnete. Das sei aber nur seinem „jugendlichen“ Alter geschuldet.

Eine „schöne Marica“ mit ihrem süßen Blick wurde lebhaft von den Sängern geschildert. Die Altstatt-Buben ließen in ihrem zweiten Auftritt die Zuhörer schunkeln und verführten auch zum Mitsingen.

Mit „All Night“ als erste Zugabe wünschte Herbert Wilberg den Gästen Engel, die über sie wachen sollten. In der zweiten Zugabe erklang mitreißend der Deutschmeister-Regiments-Marsch. Als Zugabe zur Zugabe wurde der zweite Teil des Marsches gerne wiederholt.

Bei „Das Lied beherrscht die ganze Welt“ und „Wenn Freunde auseinandergeh’n“ wurde der endgültige Schlusspunkt unter die gelungene Veranstaltung gesetzt. In der Pause bestand die Möglichkeit, sich mit Essen und Trinken von Schürmanns Landgasthaus zu versorgen.

Als besonderen Gast konnte Jürgen Adamsky, erster Vorsitzender der Räriner Sänger, die zweite Vorsitzende des Sängerkreises Lüdenscheid, Andrea Hengstenberg mit Begleitung, begrüßen.

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