Herscheids letztes großes Baugebiet

Rotmilanweg: 30 von 32 gemeindlichen Grundstücken sind bereits vermarktet

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Der Rotmilanweg ist nicht nur bei Häuslebauern beliebt: Binnen kürzester Zeit hat er sich zu einem vielfach genutzten Spazierweg entwickelt, weil die Bürger die intensive Bautätigkeit im Neubaugebiet verfolgen können.

Herscheid – Mit dieser Resonanz hatte niemand gerechnet: Das Baugebiet am oberen Rahlenberg sollte eigentlich über mehrere Jahre vermarktet und bebaut werden. Doch bereits zum jetzigen Zeitpunkt, keine zwei Jahre nach der Erschließung, sind nahezu alle Grundstücke verkauft.

Von den insgesamt 38 Bauplätzen gehören sechs einer privaten Eigentümerin und 32 werden durch die Gemeindeverwaltung vermarktet. „Gut 30 Bauplätze sind bereits vergeben“, erzählt Bauamtsleiter Lothar Weber. Lediglich zwei Erbbaugrundstück seien noch verfügbar. Wie lange, dazu kann Weber keine Prognose abgeben. 

„Mit dieser Resonanz hatten wir so nicht gerechnet“, gesteht Weber. Bereits kurz nachdem die Baustraße fertiggestellt war, begannen die ersten Häuslebauer ihre Tätigkeiten. Inzwischen sind die ersten Eigenheime nahezu fertiggestellt und der Rotmilanweg – diesen Namen verpasste der Gemeinderat der Straße – ist zur beliebten Spazierstrecke im Dorf avanciert. Viele Bürger verfolgen die Baufortschritte an der exponierten Stelle regelmäßig. 

Der beeindruckende Blick über das Dorf dürfte sicherlich auch ein Grund dafür sein, dass das Baugebiet derart stark nachgefragt wird. Diese Aussicht hat natürlich auch ihren Preis: Der erschlossene Quadratmeter kostet immerhin 154 Euro. Das scheint die Interessenten aber nicht abzuschrecken. 

Wesentlich länger dauerte im Vergleich dazu die Vermarktung der beiden Baugebiete Grenzweg (Hüinghausen) und Hofwiesenweg (Friedlin) vor einigen Jahren. „Die Auswirkungen der Wirtschaftskrise dürften damals eine Rolle gespielt haben“, gibt Lothar Weber zu bedenken, dass die wirtschaftliche Situation seinerzeit die Wirkung eines Bremsklotzes hatte, der inzwischen an Kraft verloren hat. 

Ob die Gemeinde zukünftig weitere Baugebiete erschließen kann, das hängt maßgeblich von der Bevölkerungsentwicklung vor Ort ab. Im Landesentwicklungsplan sind Erweiterungsflächen vorgegeben. „Dort gibt es schon noch etwas Puffer“, sagt Lothar Weber. Entwicklungspotenzial sieht er unter anderem am Haselweg (An der Helle) und am Grenzweg. Bei entsprechendem Bedarf könnte die Verwaltung durch einen Flächentausch für zusätzliche Kapazitäten sorgen. 

„Wir können aber nicht einfach so ins Blaue planen“, betont Lothar Weber. Der Aufsichtsbehörde seien in solchen Fällen detaillierte Bedarfsplanungen vorzulegen. Weil die allgemeine Maxime lautet, den Flächenverbrauch zu minimieren, ist davon auszugehen, dass der Rotmilanweg vorerst das letzte größere Neubaugebiet in Herscheid bleibt.

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