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Trotz Autobahn-Sperrung zum Rodeln im Ebbe

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Von: Simone Rein

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Winter an der Nordhelle in Herscheid
Familie Baltes aus Hagen sieht die Nordhelle als perfekten, nicht überlaufenen Ort zum Rodeln. © Simone Rein

Der Winter ist endlich da und sorgt bis in die Täler der Ebbegemeinde für eine weiße Märchenlandschaft. Die Nordhelle war am Wochenende erneut Anziehungspunkt vieler Schneetouristen aus Nah und Fern.

Herscheid – Nach dem nassen Start zu Beginn des Jahres ist nun der Winter mit reichlich Schnee eingekehrt. Die anhaltende Kälte mit Minustemperaturen sorgte dafür, dass die weiße Pracht liegen geblieben ist. Das lockte am Wochenende viele Einheimische und zahlreiche Schneetouristen aus dem Ruhrgebiet und dem Rheinland auf die Pisten der Nordhelle. Der große Ansturm, wie es ihn vor zwei Jahren während der Hochzeit der Corona-Pandemie gegeben hatte, blieb aber aus.

Umleitung gerne in Kauf genommen

Nach einer kleinen Stärkung in der Gaststätte Nordhelle wurde der Schlitten rodelbereit gemacht. Für Lothar und Anna Baltes mit ihren Kindern Simon und Emilia aus Hagen ist die Nordhelle der perfekte Ort für eine Schlittenfahrt. Doch das Ebbegebirge hat auch einen nostalgischen Hintergrund. Anna Baltes war schon in ihrer Kindheit oft dort. „Wir mögen es gerne nicht zu voll und man kann hier auch den Massen ausweichen“, zeigte sich Anna Baltes auch sehr zufrieden über die Freundlichkeit in der Gaststätte, wo sie zügig bedient wurden. So kamen die Kinder schnell auf die Rodelpiste. Für diesen unvergesslichen Tag nahm Familie Baltes die Umleitungsstrecke aufgrund der A45-Sperrung gerne in Kauf.

Winter an der Nordhelle in Herscheid
Das Ehepaar Kruska war mit einem ganz besonderen Skigefährt aus den 60er-Jahren zum Rodeln gekommen. © Simone Rein

Mit einem ganz besonderen Wintergefährt kam das Ehepaar Kruska aus Bergisch Gladbach. Ein Skibob, mit dem Pisten sitzend und mit angeschnallten Fußskiern befahren werden. Aufgrund des niedrigen Widerstands reicht in der Regel ein kleiner Berg oder auch wenig Hang. Diese Rarität aus den 60er-Jahren brachte das Ehepaar mit auf die Nordhelle, wo ihrer Meinung nach die Schneewahrscheinlichkeit am höchsten erschien. Die Strecke bis nach Winterberg sei ihnen zu weit gewesen. „Wir kamen so spät aus den Federn“, war Manfred Kruska doch froh darüber, nicht lange unterwegssein zu müssen. Das Schönste am Winter seien für den Dachdecker und seine Frau Minustemperaturen und Schnee, wenn man nicht unbedingt zur Arbeit fahren müsse. Die Naturliebhaber sind das ganze Jahr über aktiv und wandern viel.

Während am Robert-Kolb-Turm mehr Spaziergänger die märchenhafte Landschaft genossen, herrschte auf dem Nordhangweg reger Betrieb mit dem Schlitten. Eine Bochumer Familie freute sich über die Rodelpartie mit den Kindern und zeigte sich äußerst zufrieden.

Rodeln war auch an der Walterschlade sehr gefragt. Neben den Herscheidern, die sich ein erneutes Flutlichtrodeln wünschen und auf weitere kalte Tage hoffen, suchten sich Winterfans aus dem Ruhrgebiet eine etwas ruhigere Rodelpiste. Sie folgten unter anderem der Empfehlung von Arbeitskollegen. Andere sind gerade bei Verwandten in der Ebbegemeinde zu Besuch und wollten sich den Wintertraum nicht entgehen lassen. Und wer den Trubel gar nicht mochte, suchte sich eine ruhige Wanderstrecke.

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