Französischer Mutterkonzern investiert

Riesige Servopresse für Firma Gris

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Diese Presse bekam die Herscheider Firma Gris.

Herscheid – Die größte und zugleich schwerste Investition traf am Freitagvormittag bei der Firma Gris Umformtechnik ein. Zwei Kräne waren nötig, um eine 62 Tonnen schwere Servopresse in die Werkshalle im Gewerbegebiet Friedlin zu heben.

Die Presse vom Hersteller Haulick & Roos hatte einen weiten Weg von Pforzheim nach Herscheid zurückgelegt. Dort hoben die beiden Kräne die Presse von der Auflage des Schwertransporters gleichmäßig nach oben, um sie in einem nächsten Schritt in eine senkrechte Position zu bringen. Dann wurde der kleinere Kran abgekoppelt. 

Ehe der größere Kran die 62 Tonnen schwere Maschine in die Werkshalle heben konnte, mussten noch dicke Kabelstränge mit Spanngurten befestigt werden. Die Servopresse hat eine Presskraft von 315 Tonnen. „Wir haben ziemlich alte Maschinen – das ist jetzt der neueste technische Stand, damit wir modernere und genauere Produkte herstellen können“, sagt Knut Schönewald, technischer Leiter bei Gris Umformtechnik in Herscheid. Das Unternehmen, das viele Teile für die Automobilbranche herstellt, kann mit der Servopresse kompliziertere Stanzteile produzieren. „Wir können jetzt auch doppelt so große Werkzeuge bauen“, sagt Schönewald.

 „Es ist eine Zukunftsinvestition.“ 1,6 Millionen Euro hat die Presse zusammen mit dem bereits in der Werkshalle aufgestellten Richtgerät gekostet. Es ist die bisher größte Investition des französischen Mutterkonzerns am Standort Herscheid. Es sei ein Zeichen des Vertrauens seitens der französischen Mutter, dass man hier in der Ebbegemeinde investiere und mit dem Standort strategisch plane, so Schönewald. 

Es sei eine der wichtigsten Investitionen der letzten Jahre, sagt auch Geschäftsführer Claus Weber: „Es bedeutet Arbeitsplatzsicherung, langfristige Wettbewerbsfähigkeit und einen Technologiesprung für uns.“ Bis die Maschine komplett angeschlossen und betriebsbereit ist, wird es noch ein wenig dauern. Schönewald schätzt, dass man die Presse Mitte bis Ende April in Betrieb nehmen könne.

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