Donnerstag zusätzlicher Arzt in Herscheid

Reaktion auf Warte-Chaos: DRK bittet um Verzeihung

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Stephan David Küpper, Pressesprecher des DRK-Blutspendedienstes West (Mitte), und die Herscheider Blutspendebeauftragten Marie-Anne Schramm (links) und Bianca Langenbach (rechts) hoffen auf viele Besucher beim morgigen Spendentermin.

Herscheid - Stundenlanges Warten, verärgerte Besucher und Helfer, angespannte Stimmung: Die ungewöhnlichen Zustände bei der letzten Herscheider Blutspende sollen sich am Donnerstag auf keinen Fall wiederholen.

„Sorry, da ist wohl etwas schief gelaufen“, eine Karte mit dieser Aufschrift des DRK-Blutspendienstes West ist in der vergangenen Woche an die Stammbesucher verschickt worden. Darauf ist auch ein Blutstropfen zu sehen, der zur Versöhnung einen Blumenstrauß zeigt. 

Eine symbolische Geste, die nicht etwa als Scherz zu verstehen ist. „Wir haben das Problem wahrgenommen“, sagt Pressesprecher Stephan David Küpper. Im Gespräch mit den Herscheider Blutspendebeauftragten Marie-Anne Schramm und Bianca Langenbach erörtert er die Ursachen für das Warte-Chaos am 21. Dezember. 

Der große Andrang gleich zu Beginn sei das maßgebliche Problem gewesen. „Innerhalb der ersten Stunde haben sich 75 Blutspender angemeldet, das entspricht 44 Prozent der insgesamt für diesen Tag erwarteten Spender“, erklärt der Pressesprecher. 

Eine solch große Gruppe könne nicht binnen kurzer Zeit zur Ader genommen werden. Zumal die Arztgespräche durch die erstmals in Herscheid eingesetzten, neuen Fragebögen länger ausfielen als bislang. „Eine unglückliche Situation“, gibt Küpper zu, ergänzt aber, dass „ein solcher Fall nicht komplett vermeidbar ist“. 

Auch in anderen Ortsvereinen seien derartige Situationen bereits entstanden. Es handele sich dabei jedoch um Einzelfälle und nicht um Dauerzustände, betont Küpper. 

Der Besucherandrang bei einer Blutspende sei nicht steuerbar. Die Einführung von festen Termin befinde sich zwar in der Erprobungsphase, werde aber nicht in naher Zukunft flächendeckend eingeführt, sagt Küpper. 

Eine zeitliche Verlängerung des Spendetermins in Herscheid hingegen sei nicht vorgesehen, weil damit das Kernproblem nicht behoben und die Belastung für alle Helfer steigen würde. 

Eine Reaktion bleibt dennoch nicht aus: Für die Blutspende am Donnerstag (von 16 bis 20 Uhr in der Gemeinschaftshalle) wird ein zusätzlicher Arzt mit nach Herscheid kommen. Zu dritt wollen sie gemeinsam mit den acht Helfern des Blutspendedienstes und den Mitgliedern des DRK Herscheid für einen reibungslosen Ablauf sorgen. 

„Wir reagieren im Rahmen unserer Möglichkeiten, aber wir können auch nicht zaubern“, sagt der Pressesprecher. Er betont, dass es morgen für alle Besucher „Trostpflästerchen“ wegen der Vorkommnisse im Dezember geben wird; wie diese aussehen werden, das verrät er nicht. 

„Außerdem wird ein kostenloser Lungen-Funktionstest angeboten“, ergänzen Marie-Anne Schramm und Bianca Langenbach. Sie hoffen, dass die Besucher der Blutspende in Herscheid treu bleiben und laden herzlich ein.

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