Raiffeisenmarkt: Was kommt nach dem Abriss?

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Vergrößerung der Verkaufsfläche des Raiffeisen-Marktes geht die Verbesserung der Parksituation einher.

Herscheid - Die Coronakrise bringt die Ausbaupläne der Raiffeisen-Genossenschaft Südwestfalen durcheinander, nicht aber ins Wanken. Die Vergrößerung des Marktes am Mühlenweg soll baldmöglichst umgesetzt werden und beginnt mit einem Abriss.

Herscheid – Erste Veränderungen sind unübersehbar: Vom Tankstellengelände aus ist der Blick freigelegt worden auf eine ehemalige Werksleiterwohnung. Diese zählte einst zu einer Ansammlung von Gewerbegrundstücken, die nach und nach vom eigentlichen Besitzer veräußert wurden; heute gehören die Flächen zu einem Großteil der Firma Vogelsang.. Besagtes Wohngebäude jedoch blieb bis zuletzt in Besitz der Erbenfamilie, die jedoch nicht mehr vor Ort wohnt. Seit ein paar Jahren steht das Haus nun leer. Es befindet sich direkt neben dem Raiffeisen-Areal, fiel jedoch bislang kaum auf, war es doch durch Bäume weitestgehend von seiner Umgebung abgeschottet. Genau das wurde bereits geändert: Die Bäume sind gefällt und liegen aufgestapelt neben grünen Müllcontainern. Die Versorgerleitungen sind bereits gekappt, die Tage des äußerlich feudal wirkenden Gebäudes sind gezählt. „Sobald der beauftragte Unternehmer dazu Zeit findet, wird das Haus zurückgebaut“, schildert Marius Scholten. Der Geschäftsführer der Raiffeisen-Genossenschaft erzählt, dass das Nachbargrundstück samt Wohnhaus „zu einem angemessenen Preis“ gekauft wurde. Dies verschafft Geschäftsleitung und Planern den nötigen Spielraum: Die Verkaufsfläche des Marktes soll großzügig erweitert werden. Marius Scholten spricht von „einer Verdoppelung plus X“.

 Neben einer verbesserten Parksituation dürfte aus Sicht der Kunden insbesondere die Abrundung des Sortiments von Interesse sein. Als regionaler Haus- und Gartenmarkt übernehme der Raiffeisen-Markt in Herscheid einer Art Grundversorger-Rolle, meint Marius Scholten. Und diese soll in Zukunft noch gestärkt werden: Der Schwerpunkt soll weiter auf Werkzeug, landwirtschaftlichen Bedarfsartikeln, Reitsportartikeln und Gartenarbeitshilfen liegen. Doch auch neue Posten wie beispielsweise Leuchtmittel seien denkbar. Genauere Details können zum jetzigen Zeitpunkt nicht genannt werden, bittet der Geschäftsführer um Geduld: „Wir befinden uns mitten in der Planungsphase.“ Diese ziehe sich aufgrund der Coronakrise länger hin, als ursprünglich vorgesehen. Doch da die Gemeinde Herscheid, der Märkische Kreis und auch die Bezirksregierung bereits grünes Licht für die Planungen gegeben haben, sei mit keinen grundsätzlichen Verzögerungen zu rechnen.

Die Tage dieses alten Werksleitergebäudes sind gezählt. Um Platz zu machen, für die Vergrößerung des Raiffeisenmarktes, wird es in absehbarer Zeit zurückgebaut.

 Der Ausbau soll im laufenden Betrieb erfolgen; längere Schließungen seien nicht geplant. Nach dem Abriss des alten Werksleitergebäudes soll der Neuanbau an den bestehenden Raiffeisen-Markt gespiegelt werden. Einen konkreten Zeitrahmen zu nennen, sei aufgrund der vielen Unwägbarkeiten schwierig. Doch als spätesten Eröffnungstermin für den vergrößerten Herscheider Markt nennt Marius Scholten das Frühjahr 2022.

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