Verdacht auf Drogenhandel in Herscheid

Drogenfund nach Wohnungsstreit: Mehrstündiger Polizei-Einsatz

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Ein Zeuge hatte eine Streife auf einen lauten Streit hingewiesen.

Herscheid – Wegen eines lauten Streits wollte die Polizei am Sonntagnachmittag in einer Wohnung in Hüinghausen nach dem Rechten sehen – und machte dabei einen Drogenfund.

Gegen 15.50 Uhr war am Sonntag ein Streifenwagen in der Straße Im Kämpchen unterwegs, als sie von einem Zeugen wegen eines lauten Streits in einer Wohnung angesprochen wurde, sagt Polizeioberkommissar Marcel Dilling von der Pressestelle der Polizei im Märkischen Kreis.

Die Beamten wollten sich Zutritt zur Wohnung verschaffen, es sei auch zunächst geöffnet worden. Der Wohnungsinhaber habe dann aber versucht die Tür wieder zuzuschlagen, sodass sich die Polizei gewaltsam Zutritt verschaffen musste. „Der Mann hat massiven Widerstand geleistet, die Kollegen blieben dabei zum Glück unverletzt“, berichtet Dilling. Der Einsatz, bei dem auch Kollegen aus Lüdenscheid zur Unterstützung hinzugezogen wurden, dauerte etwa vier Stunden bis in den Sonntagabend hinein.

Die Polizei aus Lüdenscheid unterstützte die Kollegen in Herscheid.

Der Streit zwischen dem 36 Jahre alten Wohnungsinhaber, der auch Widerstand gegen die Polizeibeamten leistete, und der zweiten Person in der Wohnung, einem 39-Jährigen aus Halver, habe sich dabei nicht als strafrechtlich relevant herausgestellt, erklärt Dilling, dagegen aber der Fund von Betäubungsmitteln in der Wohnung. „Wir haben Cannabis gefunden und Equipment, um Cannabispflanzen heranzuzüchten“, so Dilling.

Mehrere Einmachgläser mit Cannabis habe man sichergestellt, dazu unter anderem ein Gerät zur Zerkleinerung – genannt „Crusher“ – sowie eine Feinwaage und Kunststofftütchen zum Portionieren der Drogen. „Das waren mehrere deutliche Hinweise darauf, dass ein Handel mit Betäubungsmitteln vorliegt“, sagt der Polizeisprecher. Wegen dieses Verdachts wurde der 36-Jährige vorläufig festgenommen.

Im Laufe des Montagvormittags wurde er dazu vernommen und erkennungsdienstlich behandelt; danach solle er wieder auf freien Fuß gesetzt werden, sagt Dilling. Nach Abschluss der Ermittlungen müsse die Staatsanwaltschaft entscheiden, ob sie Anklage erhebt. Gegen die zweite Person in der Wohnung, den 39-Jährigen aus Halver, wird nicht polizeilich ermittelt.

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