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Plettenberg und Herscheid freuen sich über 17 neue Feuerwehrleute

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Von: Nina Scholle

Über 17 neue Feuerwehrmänner und -frauen dürfen sich die Wehren in Herscheid und Plettenberg freuen.
Über 17 neue Feuerwehrmänner und -frauen dürfen sich die Wehren in Herscheid und Plettenberg freuen. © Scholle

Die Feuerwehren Plettenberg und Herscheid bekommen Verstärkung: Am Samstag (17. Juli) legten 17 junge Frauen und Männer ihre Abschlussprüfung der Truppmannausbildung erfolgreich ab. „Endlich“ muss man sagen, denn dieser Kurs zog sich durch die Coronalage gefühlt ewig in die Länge und musste mehrmals verschoben werden.

Herscheid/Plettenberg – Ursprünglich hatte die Truppmannausbildung, so nennt sich die Grundausbildung bei der Feuerwehr, letztes Jahr im März starten sollen. Doch zeitgleich schwappte die erste Coronawelle übers Land, sodass der Start verschoben werden musste. Erst drei Monate später, im Juni, konnte es endlich losgehen.

Corona-Verzögerung

160 Stunden Unterricht umfasst die Truppmannausbildung, die sich in vier Module gliedert. Im Oktober waren bereits mehr als die Hälfte der Stunden absolviert und die Zwischenprüfung nach den ersten beiden Modulen stand an. Die damals noch 23 Teilnehmer der Truppmannausbildung bestanden alle, doch auf dieses Gefühlshoch folgte ein schwerer Dämpfer: Die Ausbildung musste aufgrund der steigenden Coronafallzahlen auf unbestimmte Zeit unterbrochen werden. Die für Dezember angesetzte Abschlussprüfung konnte auch nicht durchgeführt werden.

Mehr als ein halbes Jahr hingen die angehenden Feuerwehrmänner und -frauen gewissermaßen in der Luft: Sie gehörten zwar zum Team, durften bei Einsätzen aber nicht mitwirken. Erst im Juni dieses Jahres konnte die Ausbildung wieder aufgenommen werden.

23 Anwärter

Man habe den Auszubildenden angemerkt, dass sie nun endlich fertig werden wollten, erklärte Herscheids Löschgruppenführer Sebastian Jülich im Rahmen der Abschlussprüfung am Samstagmorgen auf dem Gelände der Feuer- und Rettungswache in Plettenberg am Wall. Die Unterrichtszeiten hatten die Kursteilnehmer selbst bestimmt: jeden Donnerstagabend sowie samstags ganztägig – ein ambitioniertes Pensum.

Dass von den ursprünglich 23 Anwärtern am Samstag nur 17 die Abschlussprüfung ablegten, lag laut Ausbildungsleiter Andreas Vyge daran, dass diese sechs beruflich zu sehr eingespannt gewesen seien. Sie werden die Prüfung bei nächster Gelegenheit nachholen, so Vyge; abgesprungen sei keiner.

Bei der Abschlussprüfung wurden sowohl das theoretische Wissen als auch die praktischen Fertigkeiten überprüft. Zunächst stand der theoretische Teil auf dem Programm: eine schriftliche Prüfung, für die die Anwärter 45 Minuten Zeit hatten. Anschließend mussten die angehenden Feuerwehrmänner und -frauen zwei praktische Übungen meistern.

Löschangriff

Eingeteilt in Gruppen, die einer normalen Einsatzgruppe entsprachen, musste zunächst ein Löschangriff absolviert werden: Schlauch ausrollen und anschließen, Leiter zusammenbauen und aufstellen; anschließend eine Person vom ersten Obergeschoss eines Hauses retten. Auch wenn sich hier und da kleine Fehler einschlichen, waren die Ausbilder doch zufrieden mit der Leistung ihrer Schützlinge. „Die haben das wirklich gut gemacht“, sagte zum Beispiel Andreas Vyge und auch Sebastian Jülich stimmte zu: „Die Truppe ist schon gut.“

Eingeklemmte Person

Bei der Technischen Hilfe ging es schließlich darum, eine unter dem Vorderrad eines Autos eingeklemmte Person zu retten. Auch dieses Szenario bereitete keiner der Gruppen Probleme.

Somit hatten letztendlich alle 17 Prüflinge erfolgreich bestanden und sind nun vollwertige Mitglieder der Feuerwehren Plettenberg und Herscheid.

Nach dem „kleinen Einmaleins“ der Feuerwehr, wie Sebastian Jülich es nannte, geht es für manche schon bald mit den nächsten Lehrgängen weiter: In zwei Wochen gibt es einen Funkerlehrgang und anschließend folgt im August der Atemschutzlehrgang. Auf Kreisebene kann man sich danach zum Beispiel zum Unterführer oder Maschinisten weiterbilden.

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