Maskenpflicht schon seit drei Wochen

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Herscheid – Gerhard Gotzeina war seiner Zeit voraus. Der Geschäftsführer des gleichnamigen Herscheider Familienunternehmens wollte seine Mitarbeiter schon frühzeitig in Zeiten des Coronavirus schützen. Also führte in seinem Unternehmen vor drei Wochen das ein, was ab Montag für alle Menschen in Nordrhein-Westfalen gilt: eine Maskenpflicht.

„Wir haben früh festgestellt, dass Mundschutzmasken sinnvoll sind, um eine Ausbreitung des Virus zu vermeiden“, begründet Gerhard Gotzeina die Maßnahme. Natürlich hätten auch in seiner Firma alle Mitarbeiter versucht, die Mindestabstände einzuhalten. „Aber bei Absprachen oder Unterweisungen muss man sich zwangsläufig näher kommen“, sagt Gotzeina, der sich deshalb dachte, dass aus Gründen der Sicherheit ein Mundschutz nicht schaden könne. Gesagt, getan. Der Unternehmer nahm Kontakt auf mit Menschen im Umkreis, die selber Masken herstellen.

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 Wiederverwertbar sollten die Modelle sein, das war Gotzeina allein schon aus Umweltgründen sehr wichtig. Er stieß auf die Firma Co-Train in Lüdenscheid, die entsprechende Masken vertreibt. Zunächst ließ sich Gotzeina einen Prototypen kommen, mit dem es an den Feinschliff ging. Mehrfach wurde die Maske verändert, zum Beispiel fiel am Ende ein Zusatzvlies doch weg, weil es sich dadurch unkomfortabler atmen ließ. Schließlich war das Modell fertig, das der Firmenchef für alle 75 Mitarbeiter in Auftrag gab. Alle tragen seitdem auf der Arbeit eine Maske – inklusive dem Chef selbst.

 „Entweder alle oder gar keiner“, sagt er. Bis auf vereinzelte, anfangs etwas skeptische Mitarbeiter haben alle die Maskenpflicht sehr gut angenommen, berichtet Gotzeina, der es entsprechend für sinnvoll hält, dass die Maskenpflicht ab Montag nicht nur in seiner Firma, sondern flächendeckend beim Einkaufen und im ÖPNV gilt.

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