Weihnachtsbaum-Kauf - bei manchen "auf den letzten Drücker"

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Peter Schröder aus Wellin ist seit über 30 Jahren Herr über eine Vielzahl von Weihnachtsbäumen. Die Mehrheit davon sind Nordmanntannen, die von den meisten seiner Kunden bevorzugt werden.

In vielen Herscheider Haushalten wird heute ein festlich geschmückter Baum stehen. Darunter dürften sich etliche Exemplare befinden, die von Peter Schröder aus dem Welliner Wald stammen.

Oberhalb der kleinen Ortschaft bewirtschaftet der 65-Jährige eine Fläche, auf der ausschließlich Weihnachtsbäume angepflanzt werden. In den letzten Tagen vor dem großen Fest herrschte in der Schonung und am Verkaufsstand Hochbetrieb.

„Am dritten Adventswochenende war wirklich viel los. Diejenigen mit einer weiten Anreise, zum Beispiel aus dem Ruhrgebiet, sind in der Regel früher da. Aus der näheren Umgebung kommen Kunden häufiger erst in der Woche vor Heiligabend“, berichtet Peter Schröder von seinen Erfahrungen. In diesem Jahr war deutlich zu erkennen, dass die Nordmanntanne der klare Favorit unter den Weihnachtsbäumen ist. Bei Peter Schröder, der seit 1980 in diesem Geschäft tätig ist, können sich die Kunden einen Baum entweder direkt am Verkaufsstand aussuchen oder selbst in der Schonung tätig werden. Ungefähr die Hälfte der Leute mache von der zweiten Variante Gebrauch.

Auf normale Fichten wird schon seit Längerem verzichtet und auch die Blaufichte werde mittlerweile weniger gekauft, konnte Schröder beobachten. Beliebt sei sie zumindest noch bei manchem Haustierbesitzer, der einen Baum mit spitzen Nadeln bevorzugen würde. „Dann gehen die Tiere nicht an den Baum und können nichts kaputt machen“, nennt der Experte einen Vorteil.

Und was spricht für die Nordmanntanne? Sie hat einen gleichmäßigen Wuchs und weist die für einen Christbaum typische Dichte auf. Außerdem sind die stark nachgefragten Nordmanntannen vor der Fällung tief in der Erde verwurzelt und können somit Trockenheit gut verkraften. Dadurch hat der extrem heiße Sommer diesen Bäumen keine Schäden zufügen können.

Bei Peter Schröder, der seit 1980 in diesem Geschäft tätig ist, können sich die Kunden einen Baum entweder direkt am Verkaufsstand aussuchen oder selbst in der Schonung tätig werden. Ungefähr die Hälfte der Leute mache von der zweiten Variante Gebrauch.

Verlassen kann sich Schröder auf zahlreiche Stammkunden, von denen er jedes Jahr etliche begrüßen dürfe. Dass sich das Sauerland in diesem Dezember noch nicht in eine Winterlandschaft verwandelt hat, war für den Baumverkauf derweil vorteilhaft. Denn Peter Schröder stellt klar: „Wenn erst einmal Schnee auf den Bäumen liegt, ist es deutlich schwieriger, diese zu fällen.“ Bei einer großen Schneemenge sei es zudem nicht möglich, die Kunden in die Schonung zu lassen. „Mit Autos kommt man nicht mehr hier hoch“, verdeutlicht er das Problem.

Am Samstag war der letzte offizielle Verkaufstag, an dem allein in den Morgenstunden etwas mehr als 20 Kunden vor Ort waren und sich auf die Suche nach einem passenden Exemplar begaben. „Am 22. schließt zwar unser Stand, doch in den letzten Jahren kamen sogar an Heiligabend zu später Stunde Personen, die einen Baum erwerben wollten. Solange es hell ist, versorgen wir sie noch mit Bäumen. Wenn sie dann um 17 oder 18 Uhr abends vor der Tür stehen, sind sie aber zu spät“, erinnern sich Peter Schröder und seine Frau an die eine oder andere kuriose Begegnung.

Die Kunden, die ihren Baum vor Weihnachten in Wellin gekauft haben, konnten sich nach erfolgreicher Suche mit einem Heißgetränk aufwärmen. Die dabei gesammelten Spendengelder werden zu 100 Prozent dem Kinderhospiz in Olpe zu Gute kommen. „Die gesamten Einnahmen durch das Getränke-Angebot stocken wir auf“, macht Familie Schröder darauf aufmerksam, dass ihr Weihnachtsbaumverkauf auch für einen guten Zweck stattfindet.

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