Feuerwehr übt auf Kümesta-Gelände

Personen in brennendem Gebäude

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Die einsetzende Dunkelheit und der Qualm, der aus dem Gebäude drang, erforderten genaue Absprachen und ein sicheres Vorgehen der Einsatzkräfte.

Herscheid - Das Gelände der ehemaligen Firma Kümesta war am Freitagabend Ziel einer gemeinsamen Übung für die Löschgruppen Herscheid, Neuemühle und Rärin.

Die Fahrt zum fiktiven Brandort war den Einsatzkräften durchaus vertraut: Im Juli 2013 hatte ein Brand in der damaligen Entlackungsfirma einen Großeinsatz der Feuerwehr ausgelöst. Die Firma hatte sich von diesem Schadensfall nicht mehr erholt und meldete einige Wochen später Insolvenz an. 

Im April diesen Jahres hatte sich die Gemeinde bei der Zwangsversteigerung am Amtsgericht Plettenberg die Fläche gesichert, um den weiteren Verfall zu stoppen. Für die Feuerwehr also ein idealer Ort, um das in der Theorie erlernte Wissen in der Praxis zu testen. 

Ein Hausbrand mit Bewohnern wurde simuliert. Das Besondere an der Übung war, dass mit Lars Cramer und Andreas Patry zwei „lebendige Bewohner“ zu retten waren. „Zudem sind im Haus drei Puppen verteilt, die es ebenfalls zu retten gilt“, sagte Frank Pierskalla von der Löschgruppe Herscheid, der den eigentlich für die Leitung vorgesehenen Klaus Prinz vertrat. Pierskalla war neben Philipp Brühne und Frank Holthaus (Löschgruppe Rärin) sowie Dennis Fuchs (Löschgruppe Herscheid) einer von vier Verantwortlichen der Übung. 

„Die menschlichen Statisten befinden sich im verrauchten Treppenhaus und im hinteren Bereich des Hauses, der nur durch einen Hintereingang erreichbar ist“, schilderte Pierskalla. 

Vor allem Andreas Patry, vielen Herscheidern als Dorf-Sheriff bekannt, hatte als panischer Hausbewohner trotz der Ernsthaftigkeit der Übung seinen Spaß an dem Geschehen: Ihm erschien die Geschwindigkeit der Feuerwehrleute zu langsam. Und so pfiff er die Retter, die zunächst die Situation sichten, einen Löschangriff aufbauen und die Möglichkeiten der Rettung, ohne sich selbst zu gefährden, erörtern mussten, lautstark zusammen, ob der starken Rauchentwicklung und der weiteren Person im Haus. 

Per Seil und über eine Leiter wurde Patry über das Vordach der Eingangstür gerettet; Lars Cramer konnte über den hinteren Trakt aus dem Haus ins Freie gebracht werden. Und auch die drei Puppen blieben nicht lange im Haus verborgen. 

Nach knapp einer Stunde konnte mit den ersten Übungsanalysen begonnen werden. „Wir werden jetzt gemeinsam den Einsatzort aufräumen und im Gerätehaus Fahrzeuge und Geräte wieder einsatzbereit machen, denn es könnte ja jederzeit ein echter Einsatzfall eintreten“, sagte Frank Pierskalla. Zur abschließenden Besprechung trafen sich die Feuerwehrleute in Rärin.

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