Personelle Probleme im Förderverein Ahe-Hammer / Nutzung des Denkmals nicht absehbar

Vorsitz bleibt weiter vakant

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Wie geht es mit dem Ahe-Hammer weiter? Darauf gab es bei der Jahreshauptversammlung keine klare Antwort.

HERSCHEID - Der Förderverein Osemunddenkmal Ahe-Hammer wird seine Arbeit vorerst ohne einen ersten Vorsitzenden weiterführen müssen.

Bei der Jahreshauptversammlung in der Herscheider Mühle fand sich spontan niemand bereit, der die Nachfolge des im August 2017 verstorbenen Siegfried Griebsch übernehmen wollte. Damit der Förderverein unter dieser Situation nicht leide, schlug Dr. Klaus Hüttebräucker vor, dass der Verein vorerst ohne einen ersten Vorsitzenden weitermacht. Er selbst stehe bis zum Ende seiner Amtszeit im nächsten Jahr als zweiter Vorsitzender zur Verfügung. 

Bis dahin soll die Zeit genutzt werden, um jemanden zu finden, der sich für den Vorsitz des Vereins zur Verfügung stellt. Die Anwesenden waren sich einig, dass es besser ist, eine Person zu finden, die dieses Amt gerne und nicht aus der Not heraus übernimmt. Dr. Klaus Hüttebräucker betonte, dass es aufgrund der Ausgewogenheit vorteilhaft wäre, wenn sich für den Vorsitz ein Werdohler Vereinsmitglied zur Verfügung stellen würde. 

Die zweite Wahl an diesem Abend ging dagegen ohne Probleme über die Bühne: Als neuer Kassenprüfer wurde Dietmar Enzian einstimmig gewählt. Zuvor hatte der zweite Vorsitzende sich erfreut über die gute Teilnahme an der Jahreshauptversammlung gezeigt und begrüßte die rund 20 Teilnehmer, darunter Bürgermeisterin Silvia Vossloh aus Werdohl und den Herscheider Bürgermeister Uwe Schmalenbach. 

Bedauerlich für die Anwesenden war die Tatsache, dass von der Stiftung Industriedenkmalpflege und Geschichtskultur, trotz vorheriger Zusage, kein Vertreter erschienen war. Aus diesem Grund musste der Tagesordnungspunkt „Bericht zum Stand der Sanierungsarbeiten am Ahe-Hammer und über die weiteren Schritte“ gestrichen werden. 

Mit einem Jahresbericht führte Klaus Hüttebräucker die Mitgliederzahl und Aktivitäten des vergangenen Jahres auf. Aktuell hat der Förderverein 49 Mitglieder. Darunter befinden sich vier Frauen, was Hüttebräucker mit den Worten „Wir müssen noch an der Frauenquote arbeiten“ kommentierte. 

Die Aktivitäten waren vielseitig: Unter anderem wurde von Winfried Junker eine Internetseite erstellt (Adresse: www.förderverein-ahehammer.de), auf der sich Interessierte informieren können. Außerdem begannen die Sanierungsarbeiten am Gebäude des Ahe-Hammers. Ein Team des WDR aus dem Siegerland war zu Besuch am Ahe-Hammer und berichtete über das Osemunddenkmal im Fernsehen. 

Der Tag des offenen Denkmals fand, wenn auch in reduzierter Form, statt. Mit der Teilnahme an der Herscheider Vereinsmesse stellte sich der Förderverein der Öffentlichkeit vor. Bei den Arbeitseinsätzen am Ahe-Hammer wurde in der Blockhütte der Fußboden im Bereich der Toilette erneuert und der Wasserablauf unterhalb des Wasserrades wurde gereinigt. Hier zeigte sich der zweite Vorsitzende enttäuscht, dass trotz der Einladungen nur vier der fasst 50 Vereinsmitglieder zu diesem Termin erschienen waren. 

Unter dem Punkt Verschiedenes machte sich bei einigen Anwesenden ein wenig Unmut breit. „Wie geht es mit dem Hammer weiter?“, „Wann wird er wieder richtig betrieben?“ und „Wie ist der aktuelle Stand der Dinge?“ waren die Fragen, auf die es zur Zeit keine klaren Antworten gibt. Der zweite Vorsitzende Klaus Hüttebräucker stellte lediglich fest: „Wir müssen so weiter machen wie bisher, da wir auf die Freigabe des Hammers durch die Stiftung Industriedenkmalpflege und Geschichtskultur angewiesen sind.“

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