Erinnerungen an die Anfänge

Ein halbes Jahrhundert und kein bisschen müde: Kneipensterben ist im Panne Eck kein Thema

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Eigentümerin Lore Panne (links) und Pächterin  Athina Zikou (rechts) stießen auf die Zukunft des Panne Ecks an. 

Herscheid – Ein halbes Jahrhundert gibt es die Gaststätte Panne Eck im Herscheider Ortsteil Müggenbruch. Dieses, in Zeiten des Kneipensterbens besondere Jubiläum, feierte Wirtin Athina Zikou mit ihren Gästen.

Auch Verpächterin Lore Panne kam zum Gratulieren vorbei. Sie erinnerte sich, dass ihr Mann Werner beim Bau des Hauses Müggenbrucher Weg Nr. 15 zwei Geschäftsräume einplante. 

Den Bewohnern des etwas abseits vom Dorfzentrum gelegenen Ortsteils wollte er mit einer Drogerie und einer Gaststätte die Gelegenheit zum Einkaufen und einem nachbarschaftlichen Treffpunkt ermöglichen. Während die Drogerie Anfang der 80er Jahre geschlossen wurde, blieb das Panne Eck den Herscheidern bis heute erhalten. 

Dieses verblasste Foto erinnert an die Anfänge des Panne Eck und die Drogerie, die sich im gleichen Haus befand.

Lore Panne erzählte weiter, dass seit der Eröffnung im Jahr 1969 ausschließlich griechische Pächter die Gaststätte betrieben. Seit dem Jahr 2000 ist Athina Zikou die Pächterin vom Panne Eck. Sie hat im Laufe der Jahre ein besonderes Verhältnis zu ihren Gästen entwickelt und bedankte sich mit einer Geburtstagsfeier inclusive Livemusik für die jahrelange Treue. 

„Das Panne Eck ist ein Treffpunkt für Jung und Alt“, erzählt die Herscheiderin. Die Gäste sind es auch, die für die einzigartige Atmosphäre sorgen. „Man kennt sich untereinander, man feiert und man trauert gemeinsam“, berichtet die Wirtin weiter. 

Mit verschiedenen Veranstaltungen, wie einer Oldie Night, einer Halloween-Party, dem Cafè Müggenbruch und vielem mehr bietet sie ihren Gästen immer wieder etwas Neues an. Dass das Verhältnis zwischen Wirtin und Gästen etwas ganz Besonderes ist, zeigt die Tatsache, dass einige in diesem Jahr gemeinsam eine Kreuzfahrt durch das Mittelmeer unternommen haben. 

Für die Zukunft wünscht sich Athina Zikou, dass sie noch viele schöne gemeinsame Jahre mit ihren Gästen in einer der letzten Herscheider Bierkneipen erleben kann. Damit stellt sie sich bewusst dem Trend „Kneipensterben“ entgegen.

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