Ordinationsjubiläum von Inge Rethemeier: Erinnerungen an ihr Wirken in Herscheid

Frau Pastor, der flotte Teen

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Superintendent Klaus Majoress, Gemeindepfarrer Bodo Meier, Mitglieder des Presbyteriums, langjährige Weggefährten – sie alle waren in die Apostelkirche gekommen, um Pfarrerin im Ruhestand Inge Rethemeier zum Ordinationsjubiläum zu gratulieren.
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HERSCHEID - Der Begriff „Ordination“ bedeutet bei Pfarrern, dass sie in ihr Amt eingeführt werden. Sie erhalten dadurch das Recht, zu predigen und Sakramente zu spenden.

Seit vier Jahrzehnten bekleidet Inge Rethemeier dieses Amt und auch wenn sie sich seit fünf Jahren offiziell im Ruhestand befindet, ist sie nach wie vor in Herscheids evangelischer Kirchengemeinde aktiv, ja unersetzlich. 

In ihrem „Arbeitszimmer“, der Apostelkirche, durfte sie am Sonntag ihr Ordinationsjubiläum feiern: Zu diesem besonderen Gottesdienst hatte sich neben Pfarrer Bodo Meier, Presbyteriumsvertretern und Gemeindegliedern auch hoher Besuch eingefunden: Klaus Majoress, Superintendent des evangelischen Kirchenkreises Lüdenscheid-Plettenberg.

 „In 40 Jahren Kirchendienst hat man viele Lebenssituationen erlebt. Der Eintritt in den Ruhestand löst einen zwar von allen Verpflichtungen einer Pfarrstelle, doch in diesem Beruf bleibt man mit der Kirche in besonderer Form verbunden“, verwies Majoress auf die vielfältige Tätigkeiten von Inge Rethemeier. 

Er erinnerte an ihren Amtsantritt in der Ebbegemeinde: Im Jahr 1978 wurde sie zunächst als „Pfarrerin im Hilfsdienst“ eingestellt, da sie damals unter 25 Jahren und damit noch zu jung gewesen sei. In der Berichterstattung der Heimatzeitung hieß es laut Majoress deshalb: „Frau Pastor ist ein flotter Teen“. 

Ein Jahr später durfte Inge Rethemeier dann die Pfarrstelle antreten. Sie erarbeitete sich die Anerkennung und begleitete zahlreiche Herscheider auf ihrem Weg des Glaubens. Der Superintendent würdigte ihre Verdienste und bat um Gottes Segen für das weitere Schaffen der heute 65-Jährigen. 

In ihrer Predigt betonte die Geehrte, dass keine Mühen vergeblich seien und wenn Erwartungen nicht in Erfüllung gehen, uns Gott aufrichten und trösten könne. Der Posaunenchor begleitete den Gottesdienst musikalisch. 

Im Anschluss an diesen schüttelte Rethemeier viele Hände, schließlich wollten alle Besucher gratulieren. Unter ihnen war mit Friedhelm Weyland ein Gemeindemitglied, das bereits zu Rethemeiers Amtsantritt im Presbyterium aktiv war. Weiter ging es im Martin-Luther-Haus, wo bei einem Imbiss gemeinsam gefeiert wurde.

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