Nachwuchssorgen bei den Katholischen Frauen

KFD hat ohne jüngere Mitglieder keine Zukunft

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Margret Bruns möchte den Vorsitz der Katholischen Frauengemeinschaft St. Mariä - Aufnahme in den Himmel nach 20 Jahren abgeben. Gemeinsam mit Pastor Albert Akohin (rechts) will sie das Gespräch mit jüngeren Frauen aus der Gemeinde suchen.

Herscheid – Die unausgewogene Altersstruktur macht der Katholischen Frauengemeinschaft (KFD) Herscheid zu schaffen: Innerhalb der nächsten zwölf Monate soll aktiv nach Nachwuchs gesucht werden, ansonsten droht die Auflösung des 65 Jahre alten Ortsverbandes.

Zum Ende der Jahreshauptversammlung kündigte die Vorsitzende Margret Bruns an, bei den Wahlen im kommenden Jahr nicht mehr antreten zu wollen. In diesem Jahr werde sie ihren 75. Geburtstag feiern. Nach 20 Jahren als Vorsitzende „ist es an der Zeit, dass ich abtrete“, sagte Margret Bruns. 

Damit nicht genug: Auch Schriftführerin Bärbel Annacker stehe ab 2020 für keine weitere Amtsperiode zur Verfügung. Kassenführerin Gisela Berghaus werde nur dann weitermachen, wenn sich ein neues Vorstandsteam zusammenfindet. Ob dies aus den Reihen der verbliebenen 28 KFD-Mitglieder gelingen kann, das zweifelten die Frauen im Cyriakusheim an. 

„Wir können natürlich eine Weile ohne Vorsitzende arbeiten, das kann aber nicht unser Ziel sein“, machte Margret Bruns die Personalnöte deutlich. Sie schlug vor, jüngere Frauen aus der Katholischen Kirchengemeinde anzusprechen. Damit diese ihre eigenen Interessen einbringen, soll ihnen vorgeschlagen werden, eine eigene Gruppe unter dem Dach der Frauengemeinschaft zu eröffnen. 

Ohne diese dringend notwendige Verjüngung habe die KFD in Herscheid keine Zukunft mehr, betonte Gisela Berghaus. Mut mache ihr die Entwicklung der Frauengemeinschaften in Plettenberg, die nach einem Zusammenschluss und Veränderungen gut dastehen. 

Pastor Albert Akohin bot den Frauen seine Unterstützung dabei an, Gespräche mit jüngeren Mitgliedern zu führen. Er empfahl eine behutsame Vorgehensweise, um die Gruppe schrittweise zu stärken. Ohnehin kündigte er an, im Laufe des Jahres Hausbesuche bei den Gemeindemitgliedern durchzuführen. Er wolle mit ihnen nicht nur über Wünsche und Sorgen sprechen, sondern sie auch motivieren, aktiv am Gemeindeleben teilzunehmen. 

Ungeachtet der Zukunftsfragen nutzte Margret Bruns die Hauptversammlung, um sich bei den Kuchenbäckerinnen und den Teilnehmerinnen der Monatstreffen für die Mitarbeit zu bedanken. Die Angebote der letzten Jahres seien gut angenommen worden, sagte die Vorsitzende. 

Besonders lobte sie Pastor im Ruhestand Hans Erlemeier, der die Frauengemeinschaft stets unterstützt. Er verfolgte auch die Jahreshauptversammlung und hatte einen Wunschzettel für die KFD vorbereitet. Er riet dazu, das Leben im hier und jetzt zu erleben und sich täglich darüber bewusst zu werden, dass Gott den Menschen jeden Tag nah sei, nicht nur an Weihnachten.

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