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Ohne Dach und Fenster: Neubau des Gerätehauses hinter dem Zeitplan

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Von: Ines Engelmann

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Blick auf die winterliche Baustelle: Links entsteht die Fahrzeughalle, rechts der Sozialtrakt.
Blick auf die winterliche Baustelle: Links entsteht die Fahrzeughalle, rechts der Sozialtrakt. © Foto: M. Holthaus

Das Feuerwehr-Gerätehaus in Rärin entspricht schon lange nicht mehr dem heutigen Standard: In dem Gebäude, Baujahr 1965, gibt es weder Duschmöglichkeiten für die Feuerwehrleute, noch geschlechterspezifische Umkleiden. Hinzu kommt, dass die vorhandenen Fahrzeugstellplätze schon lange nicht mehr der aktuellen Normgröße entsprechen.

Herscheid - Aus diesem Grund fiel im Herbst vergangenen Jahres nach vorausgegangener, langer Planungsphase der Startschuss für das Neubauprojekt. Wenige Meter vom bestehenden Gerätehaus – das vorübergehend weitergenutzt wird – entfernt entsteht der Neubau, der direkt an der Kreisstraße 6 liegt.

Bauamtsleiter Lothar Weber erklärte auf Nachfrage der Redaktion, wie weit die Arbeiten derzeit sind: „Der Rohbau ist derzeit noch nicht abgeschlossen.“ Die Dachdecker arbeiten laut Weber immer noch und die Fensterbauer müssen noch Fenster einsetzen. „Eigentlich wollten wir vor dem Winter alles zu haben, aber es gab unter anderem Verzögerungen wegen der Materialknappheit“, so Weber. Nach jetzigem Stand soll der Neubau bis Ende Januar sowohl mit Dach, als auch mit Fenstern bereit für weitere Arbeiten sein.

Neubau-Kosten

Nach derzeitigen Schätzungen wird der Neubau des Räriner Gerätehauses 1,8 bis 1,9 Millionen Euro kosten. „Wir haben zum Glück Fördermitteln in Höhe von 250 000 Euro bekommen. Das ist für die Gesamtsumme aber trotzdem zu wenig“, sagt Bauamtsleiter Lothar Weber. Die Differenz müsse durch Zuwendungen, Eigenmitteln der Gemeinde und durch die Steuerzahler bezahlt werden.

Innenliegende Arbeiten wie der Roh- und Tiefbau sind bereits vergeben. Trockenbau-, Elektro- und Sanitäranlagen sind beispielsweise noch nicht vergeben, aber ausgeschrieben.

Bereits jetzt ist das Interesse an dem Neubau groß: So begrüßte Bürgermeister Uwe Schmalenbach kürzlich die Ehrenabteilung der Freiwilligen Feuerwehr auf der Baustelle. Das jährlich stattfindende Kameradschaftstreffen musste 2020 coronabedingt ausfallen. Im Dezember allerdings war eine Zusammenkunft möglich, was die Alterskameraden sehr freute, schließlich wollen sie stets am Ball bleiben und die Zukunft des Löschwesens vor Ort kennenlernen.

Bis Ende Januar – so schätzt Herscheids Bauamt – soll der Rohbau mit Dach und Fenstern ausgestattet sein.
Bis Ende Januar – so schätzt Herscheids Bauamt – soll der Rohbau mit Dach und Fenstern ausgestattet sein. © Foto: M. Holthaus

Rärins Löschgruppenführer Thomas Felske erklärte Daten und Fakten zum Neubau und begann die Besichtigungstour in der zukünftigen Gerätehalle, die deutlich größer ausfällt, als die jetzige Halle im Altbau. Danach ging es durch die Sozialräume, den Schulungsraum und die zukünftigen Sanitäranlagen zurück in die Fahrzeughalle, deren Ausfahrt übrigens direkt auf die Kreisstraße 6 münden soll.

Bürgermeister Schmalenbach erklärte in diesem Zusammenhang, dass besonders zwei Dinge in Bezug auf eine funktionierende Feuerwehr wichtig seien: Einerseits eine gut aufgestellte Wehr, was Ausstattung und Räumlichkeiten anginge. Andererseits die jahrelange Kameradschaft und Verlässlichkeit, weshalb er sich ausdrücklich bei der Ehrenabteilung, aber auch bei allen aktiven Kameraden für ihren Einsatz bedankte.

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