Internetauftritt der Firma Alberts mit Südwestfalen-Award ausgezeichnet

Offensives Marketing zahlt sich aus

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Werbung, die polarisiert: Vor dem Firmenstammsitz in Blumenthal hat die Firma Alberts ein Banner aufgehängt, das viele Blicke auf sich zieht. Das Wort Kollegah bezieht sich allerdings nicht auf den gleichnamigen Rapper, der oftmals negativ in den Medien auftaucht (unter anderem durch den Eklat bei der Verleihung des Echo-Preises). Vielmehr betont die Marketingabteilung des Herscheider Familienunternehmens, dass es sich um eine Verschmelzung der Begriffe Kollege und GAH (Kurzform für Gustav Alberts Herscheid) handelt, die der Mitarbeitersuche dienen soll.

Herscheid – Nach dem Bau der Logistikhalle in Friedlin hat die Firma Gustav Alberts das nächste Großprojekt abgeschlossen, auf digitalem Weg. Die neue Internetseite soll zu einem Aushängeschild werden und wirtschaftliche Zuwächse ermöglichen.

„Die alte Seite war schon recht altbacken“, gesteht Marketingleiter Holger Geck. Bei der Neugestaltung habe man bewusst andere Akzente gesetzt: Neben der Produktbeschreibung, die großen Raum einnimmt, finden auch die Einkaufsmöglichkeiten – sowohl bei stationären Händlern, als auch bei Online-Anbietern – Erwähnung. 

Damit reagiert das Unternehmen auf ein verändertes Kundenverhalten, erklärt Holger Geck: „Die Recherche zu den Produkten findet verstärkt online auf den Seiten der Hersteller statt.“ Je mehr Informationen die Kunden beispielsweise zu Zaunelementen erhalten, desto wahrscheinlicher sei auch der Kaufentschluss, sagt Geck. 

Da die Firma Alberts kein Direktvermarkter ist, sondern Fachhändler beliefert, verzichtet sie bewusst auf die Möglichkeit eines eigenen Online-Shops, also eine eigene Verkaufsmöglichkeit im Internet. Dennoch investierte das Unternehmen einen sechsstelligen Eurobetrag in die Neugestaltung der Homepage, um sich zukunftsgerichtet aufzustellen. 

Der Erfolg sei nicht in Zahlen messbar, dennoch ist sich Geck sicher, mit dem verbesserten digitalen Erscheinungsbild zusätzliche Umsätze generieren zu können. 

Dass sich die Seite sehen lassen kann, das hat die Firma Alberts schriftlich. Denn sie wurde von den Industrie- und Handelskammern Arnsberg, Hagen und Siegen mit dem Südwestfalenaward in der Kategorie Layout ausgezeichnet. Eine Fachjury lobte die aussagekräftige Bild- und Formensprache sowie die intuitive Benutzerführung des Herscheider Beitrags. Laut Holger Geck bescheinigt diese Auszeichnung, dass sich der große Aufwand der Firma lohne: „Wir sind auf dem richtigen Weg.“ 

Auf ein offensives Marketing setzt Herscheids größter Arbeitgeber auch bei der Mitarbeitersuche. Durch den Bau des Kreisverkehrs in Grünenthal hat das Unternehmen eine vielgesehene Werbefläche direkt an der Landstraße 561 erhalten: An einem Zaun am Stammwerk sind neue Banner aufgehängt worden. In großen Buchstaben steht darauf unter anderem „Kollegah gesucht“ geschrieben. 

Das Wortspiel Kollegah leite sich ausschließlich aus der Verbindung der Begriffe Kollege und GAH (Gustav Alberts Herscheid) ab. Es stehe in keinerlei Zusammenhang mit dem gleichnamigen Rapper, der mit vielen Skandalen in Verbindung (zuletzt bei der Echo-Verleihung) gebracht wird, betont Holger Geck. 

Ganz ohne Hintergedanken wurde dieser Slogan von der Lüdenscheider Agentur „David & Goliath“, die auch die Homepage erstellt hat, aber wohl nicht gewählt. Werbung, die polarisiert, bleibe eben im Gedächtnis, weiß auch der GAH-Marketingleiter. Das Unternehmen hofft bei der Mitarbeitersuche auf einen ähnlich positiven Effekt wie bei der Neugestaltung der Internetpräsenz.

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