Einsatzreiches Wochenende für Feuerwehr und Rettungsdienst

Mehrere Unfälle beim Rodeln in beliebtem Schneegebiet im MK

Ein Notarzt.
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Auf der Nordhelle in Herscheid war am Wochenende gleich mehrfach der Notarzt gefragt

Es ging an diesem Wochenende Schlag auf Schlag für die Feuerwehr Herscheid und den Rettungsdienst, vor allem auf der Nordhelle. Insgesamt vier Einsätze, die im Zusammenhang mit Schlittenfahrten stehen, und ein Unglücksfall in einem Restaurant beschäftigten die Einsatzkräfte.

Herscheid - Dass Schlittenfahren nicht immer nur Spaß, sondern auch sehr gefährlich sein kann, zeigten die Einsätze von Sonntagnachmittag. Gegen 14.30 Uhr gab es auf dem Panoramaweg der Nordhelle einen chirurgischen Notfall. Eine Person sei mit einem Schlitten so schlimm verunglückt, dass Rettungsdienst und Feuerwehr zur Hilfe gerufen worden sind. Glücklicherweise musste die Feuerwehr hier mit der Tragehilfe nicht tätig werden, weil der Verletzte selbstständig in den Rettungswagen einsteigen konnte.

Zum Zeitpunkt dieser Alarmierung befanden sich die Feuerwehrleute noch in einem anderen Einsatz im Dorf. Im Hotel-Restaurant Zum Adler hatte es am Mittag einen Arbeitsunfall gegeben. Hier hatte sich eine Person an einer Maschine so schwer verletzt, dass sie in einer Spezialklinik behandelt werden muss.

Zu einem Arbeitsunfall kam es am Sonntagmittag im Hotel-Restaurant Zum Adler in Herscheid.

Der Weg in die Bochumer Klinik sollte zunächst mit dem Rettungshubschrauber zurückgelegt werden, weshalb sich die Feuerwehr zur Unterstützung der Landung am Schützenplatz postiert hatte. Doch aufgrund von Nebel konnte der Rettungshubschrauber nicht bis nach Herscheid fliegen und musste umdrehen.

Die verletzte Person musste schließlich mit dem Rettungswagen nach Bochum gebracht werden.

Im Anschluss an diese beiden Einsätze waren Feuerwehr und Rettungsdienst ein drittes Mal gefragt. Wieder mussten sie zu einem Rodelhang ausrücken, wieder hatte der Vorfall etwas mit einer Schlittenfahrt zu tun.

Ersten Informationen der Feuerwehr zufolge hatte eine Person während des Schlittenfahrens plötzlich mit Kreislaufschwierigkeiten zu kämpfen. Die Einsatzkräfte rückten deshalb zum Wanderparkplatz Linde in der Ortschaft Herscheid-Hohl aus, um den Betroffenen zu behandeln. Er saß mitten auf dem Rodelhang und wurde dort vom Rettungsdienst betreut. Die Feuerwehr zog den Betroffenen dann mit Hilfe einer Schleifkorbtrage an den Fuß des Hanges, von wo aus er in den Rettungswagen verladen werden konnte.

Die Schleifkorbtrage war bereits tags zuvor bei zwei anderen Schneeeinsätzen gefragt. Zuerst gab es am Samstag um 13.21 Uhr eine Alarmierung vom Nordhangweg. Hier war eine Person ebenfalls auf einem Rodelhang der Nordhelle verunglückt. Mit einer Seilwinde zog das Hilfeleistungslöschfahrzeug die Trage, in die der Verletzte gegurtet wurde, den Hang hinauf, damit ihn der Rettungswagen in ein Krankenhaus bringen konnte.

Ähnlich wie am Sonntag dauerte es auch hier nicht lange, bis der nächste Einsatz folgte. Eine dreiviertel Stunde später verletzte sich eine Person am Samstag um kurz nach 14 Uhr auf einem Hang am Panoramaweg der Nordhelle. Hier war das Gelände so unwegsam, dass der Rettungswagen nicht bis zur Einsatzstelle vordringen konnte. Deshalb war das KEF, das Kleineinsatzfahrzeug der Feuerwehr Herscheid, gefragt. Der Ford Ranger ist mit einer Ladefläche ausgestattet, an der die Schleifkorbtrage mit dem Patienten eingehängt werden kann. So brauchten die Feuerwehrleute den Verletzten zum Rettungswagen.

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