Strahlende Kinderaugen in Hüinghausen

Nikolausfahrten in „Puderzuckerwelt“

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Einer von drei Nikoläusen im Einsatz: Weit über 3 000 Karten konnte die MME für die Nikolausfahrten verkaufen, die vor allem bei den Kindern beliebt sind. 

Herscheid - Bei der Märkischen Museumseisenbahn (MME) herrscht in diesem Jahr zu den Nikolausfahrten erneut reges Treiben rund um den Bahnhof in Hüinghausen. Das erste Wochenende verlief erfolgreich und das Wetter bescherte den Fahrgästen eine winterliche Landschaft.

Eine Woche vor dem Start der Nikolausfahrten waren alle Fahrkarten ausverkauft. „Wir haben 3 200 bis 3 400 Fahrkarten verkauft und erreichen somit das Ergebnis vom letzten Jahr. Wir haben alle Plätze besetzt und können jetzt schon sagen, dass es wieder ein mindestens genauso großer Erfolg wird wie im letzten Jahr“, freute sich der 1. Vorsitzende Udo Feldhaus über die ersten Nikolausfahrten am vergangenen Wochenende. Erfreulich sei, dass in diesem Jahr mehr Kinder teilnahmen als in den vergangenen Jahren. Teilweise seien auch Besucher gekommen, die keine Fahrkarte mehr bekommen hätten. Hier versuchte die MME eine Lösung zu finden und unter Umständen den einen oder anderen Sitzplatz zu schaffen.

Das Wetter spiele bei den Nikolausfahrten immer eine wichtige Rolle. Es dürfe nicht zu winterlich sein, aber auch nicht zu wenig Schnee liegen. Die Puderzuckerwetterlage, die am Wochenende mit Temperaturen um null Grad vorherrschte, sorgte für weitgehend freie Straßen, was der MME sehr gelegen kam. „Die Besucher sind dadurch entspannter, bleiben auch etwas länger vor Ort und können sich länger in der Halle an den Weihnachtsköstlichkeiten erfreuen. Und die Eltern haben ein bisschen Zeit, wenn sie dann vor der Modelleisenbahn stehen und die Kinder sich da satt sehen“, berichtete Udo Feldhaus, der sich liebevoll um die kleinen Besucher kümmerte und ihre Fragen beantwortete. Drei Nikoläuse standen in diesem Jahr zur Verfügung. 

Ralf Winkelmeyer aus Hüinghausen, Wolfgang Bieker aus Plettenberg und Dieter Withöft aus Meinerzhagen, der schon seit Jahrzehnten in die Rolle des Mannes mit rotem Mantel und weißem Bart schlüpft, erfreuten dieses Jahr die Kinder während der Fahrt mit der Museumseisenbahn vom Bahnhof Hüinghausen bis zum Köbbinghauser Hammer und wieder zurück. Das Bahnhofsgelände füllte sich schnell. Wer keine Geduld aufbringen konnte, bis die Dampflok Bieberlies eintraf, baute aus dem bisschen Schnee einen kleinen Schneemann.

Ein großer Andrang herrschte am Wochenende auf dem MME-Gelände in Hüinghausen. Dass es nur leicht schneite, kam dem Organisator MME gerade recht, denn so blieben die Gäste länger.

In der weihnachtlich geschmückten Fahrzeughalle boten die Museumsbahner Glühwein, Punsch, Kakao, Kaffee, Lumumba, Waffeln und Bratwurst an. Das schmutzige Geschirr wanderte in Windeseile in den Geschirrspüler und kam Minuten später wieder zum Einsatz. Die Schlange der wartenden Gäste wurde an den Ständen immer länger. Nahezu alle Sitzplätze waren besetzt. Neben den Köstlichkeiten konnte sich auch noch jeder im weihnachtlich eingerichteten Waggon Geschenke ansehen und käuflich erwerben. Engel, Clownpuppen, Spielzeugautos und noch vieles mehr. Ein ferngesteuertes Auto weckte das Interesse der Jungen. 

Die Augen der Mädchen richteten sich mehr auf die Puppen. „Die möchte ich haben“, bettelte ein kleiner Junge seine Mutter an. An der Wand hingen zwei große Bleistifte mit Anspitzer, die nun ihren neuen Besitzer gefunden haben. Um die Modelleisenbahn bildete sich eine Menschentraube. Kleine Winterlandschaften säumten die Bahnstrecke. Holzfiguren, Laternen und Pilze aus Wolle gestrickt standen auf dem Gepäckwagen. Ein großer Weihnachtsbaum im Zentrum der Wagenhalle und Weihnachtslieder aus den Lautsprechern klingend verbreiteten zusätzlich weihnachtliche Stimmung. 

Am kommenden Wochenende heißt es noch einmal vom Nikolaus „Ho, ho, ho, habt ihr schon auf mich gewartet?“. Die Dampflok Bieberlies wird wieder dafür sorgen, dass jede Menge Kinderaugen leuchten werden. Mit etwas Glück könnte auch das zweite Wochenende im Zeichen des Winters mit Schnee stehen, was die MME begrüßen würde. In den vergangenen Jahren hatte der Verein wenig Glück mit der weißen Pracht, die nur in den höheren Regionen zu finden war, aber das sollte sich in diesem Jahr ändern.

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