Schützenverein Herscheid blickt auf Fest zurück

Nicht wieder mit diesem Autoscooter

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Auch in diesem Jahr war beim Herscheider Schützenfest wieder einiges los.

Herscheid Das Schützenfest in Herscheid liegt nun gut eine Woche zurück. Das bietet dem Verein Anlass, auf das vergangene Fest zurückzublicken. „An allen drei Tagen war gut was los in der Schützenhalle, beziehungsweise bei dem warmen Wetter eher davor.

Vor allem am Sonntagnachmittag waren viele gekommen. An der Kirmeseröffnung am Freitag und am Frühschoppen müssen wir allerdings noch arbeiten“, lautet das Fazit von Volker Halbhuber, Pressewart des Vereins. Eine Sache stieß dem Schützenverein jedoch übel auf – der Autoscooter. 

„Schon am Dienstag und Mittwoch beim Aufbau hat der Schausteller unser Schützenfest vorverurteilt, er könnte in Herscheid nichts verdienen und am Wochenende wurde es dann noch schlimmer. Nicht nur, dass er den Leuten am Sonntag erst Chips verkauft hat und dann fünf Minuten später den Autoscooter schloss, sondern wir mussten uns auch Beleidigungen anhören, wie >Kaum haben die Leute hier grüne Schützenjacken an, meinen sie, auf einem Thron zu sitzen<“, seien Kunden vom Besitzer beschimpft worden. 

Zu einigen Kunden habe der Besitzer sogar gesagt: „Ich bin hier nicht der Platzbeleuchter und mein Wagen heizt sich nicht mit Holz. Das muss ich alles bezahlen“. Fakt laut Halbhuber sei jedoch, dass sämtliche Schausteller, also auch der Auto-Scooter, keine Platzmiete sowie Strom- und Wasserverbrauch zahlen müssen. 

Also stelle sich die Frage, wer hier überhaupt was bezahlte. Während des Zapfenstreichs am Samstagabend habe der Schausteller den Scooter dann ebenfalls geschlossen und danach auch gar nicht mehr geöffnet an dem Tag. „Dem Schausteller ist dadurch nicht nur Umsatz verloren gegangen, er hat auch der ganzen Veranstaltung geschadet, da viele sich gefreut hatten, mit dem Autoscooter zu fahren“, sagt der Pressewart. 

Für den Schützenverein ist die Sache klar: „Das Thema ist für uns durch! Zumindest mit diesem Schausteller“, sagt der zweite Vorsitzende, der sich auch zukünftig darum bemühen möchte, den Herscheidern eine Kirmes an den Schützenfesttagen zu bieten. 

Der Imbisswagen, die Mandelbude, das Entenangeln und das Kinderkarussell hätten schließlich gesagt, sie würden gerne wiederkommen. Stefan Musshoff vom Imbisswagen habe die Herscheider sogar gelobt: „Wir kommen immer gerne nach Herscheid. Hier gibt es kein Theater, die Leute sind sauber und freundlich. Schöner kann man es sich eigentlich nicht vorstellen.“ 

Dass an einigen Programmpunkten des Schützenfestes noch zu arbeiten ist, ist dem Verein klar. Die Schützen überlegen bereits, wie man die Kirmeseröffnung anders gestalten könnte, zum Beispiel, indem man diese in den frühen Abend verschiebt. Im Bezug auf den Frühschoppen am Sonntagvormittag sagt Volker Halbhuber: 

„Wir hängen den Donnerbüchsen ziemlich hinterher. Es muss sich jetzt erst mal herumsprechen, dass es ein neues Programm gibt.“

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