Neugierige Nachbarn ermitteln: Ausverkaufte Aufführung der Bühnenmäuse

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Gewohntes Bild: Bis auf den letzten Platz war die Herscheider Gemeinschaftshalle besetzt.

Herscheid - Die 70er Jahre waren geprägt von Krisen und Veränderungen wie dem Olympia-Attentat, der Ölkrise samt Fahrverboten, aber auch von der Disco-Welle und bunter Mode – es war eine ereignisreiche Zeit, in die alle Besucher der ausverkauften Gemeinschaftshalle am Sonntagnachmittag zurückversetzt wurden. Die „Bühnenmäuse“ der Theater-Bühne des CVJM Lüdenscheid entführten ihr Publikum mit dem Klassiker „Der möblierte Herr“ in ein längst vergangenes Jahrzehnt.

die Künstler in Herscheid, wo sie von den Veranstaltern der heimischen Senioren-Union mit großer Vorfreude erwartet wurden. „Es wird kaum ein Auge trocken bleiben“, kündigte Wolfgang Weyland vor dem Beginn der Aufführung eine Menge Humor an und sollte mit dieser Einschätzung recht behalten. Das Stück ließ den Alltag schnell vergessen und trainierte die Lachmuskeln.

Im Mittelpunkt der Komödie steht ein Lüdenscheider Mietshaus, in dem der ominöse Max Kolbe bei Familie Käselau als möblierter Herr eine Unterkunft gefunden hatte. Da er jedoch scheinbar keiner geregelten Arbeit nachgeht und seine Wohnung nur zu ungewöhnlichen Zeiten verlässt, fangen seine neugierigen Nachbarn an, ihm hinterherzuschnüffeln.

Mit „Der möblierte Herr“ stand ein echter Klassiker auf dem Programm, der die Besucher begeisterte.

Die Tatvorwürfe reichen von geklauten Brötchen bis hin zu Mädchenhandel. Als sogar ein Mord nicht ganz auszuschließen ist, nehmen die Hausfrauen Käselau, Blesemann und Wulf endgültig die Ermittlungen auf. Für eine turbulente Geschichte sorgt aber nicht nur das schräge Detektiv-Trio, sondern auch die übrigen Figuren: Das sich regelmäßig zoffende Ehepaar, ein nachts heimlich herumschleichender Liebhaber oder ein angetrunkener alter Schneidermeister, der mehr weiß als manchem lieb ist. Das Publikum amüsierte sich köstlich. Auch das Flair der 70er Jahre war in Form von Schlaghosen, grellbunten Hemden oder Plateauschuhen deutlich zu erkennen sowie im Bühnenbild. Zu diesem gehörten ein Blümchensofa und knallige Wandfarben. Das Publikum kam kaum aus dem Lachen heraus und honorierte das Theatervergnügen mit nicht enden wollendem lautstarkem Beifall.

Wolfgang Weyland dankte Regisseurin Petra Schaller und ihrem Ensemble mit einem Präsent für eine „grandiose Leistung“. Der Erlös der Theaterarbeit ist als Spende für das Ausbildungszentrum des CVJM in Sierra Leone eingeplan

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