Kandidatur noch möglich

Neues Presbyterium für evangelische Gemeinde: Fällt die Wahl aus?

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Die bisherigen Kandidaten für das Herscheider Presbyterium (von links): Mark Schmellenkamp, Thomas Schaumann, Anke Türk, Grit Kannert, Maximilian Birke, Melanie Baron, Gisela Eichhoff, Uwe Köster und Andreas Mätzig. Es fehlt Ralf Daube.

Herscheid – „Gemeinde bewegen“ unter diesem Motto stehen im nächsten Frühjahr die Presbyteriumswahlen der evangelischen Kirchengemeinden in Westfalen. Auch Herscheid wählt ein neues Leitungsgremium.

Diesem gehören aktuell zehn Mitglieder an – und bei dieser Zahl soll es auch bleiben, wie Pfarrer Bodo Meier im Rahmen einer Gemeindeversammlung bekanntgab: „Es wäre kein schönes Zeichen, wenn wir nicht alle Plätze besetzen könnten.“ Doch danach sieht es auch nicht aus: Ganz im Gegenteil, denn schon zum jetzigen Zeitpunkt steht fest, dass insgesamt zehn Personen für eine Kandidatur bereit sind. 

„Wir sind sehr dankbar nach vielen Gesprächen schon so viele Leute gefunden zu haben“, freut sich Bodo Meier über die Personalsituation. Rund um dieses Thema drehte sich auch ein Informationsabend im Martin-Luther-Haus, wo sich neun Kandidaten für das Presbyterium persönlich vorstellen konnten. 

Zuvor erfuhren die knapp über 20 Teilnehmer mehr über das Wahlverfahren sowie die Aufgaben der Presbyter. Zu ihren Tätigkeiten gehört etwa eine Art „Aufsichtsratsfunktion“ über die Pfarrei. Auch über die Frage, welche Arten von Gottesdiensten oder Veranstaltungen vor Ort angeboten werden sollen, entscheidet das Presbyterium. 

Dessen Mitglieder treffen sich regelmäßig, um Beschlüsse zu fassen. Dabei geht es beispielsweise ebenso um Mitarbeiter, Haushalt und Gebäude der Gemeinde. „Das Gremium sollte gewissenhaft mit den Kirchensteuern umgehen und wenn ein neuer Pfarrer gesucht wird, bestimmt das Presbyterium ebenfalls mit“, nannte Meier weitere Beispiele. 

In der evangelischen Gemeinde Herscheid steht derzeit natürlich vor allem die geplante Renovierung der Apostelkirche ganz oben auf der Agenda. Dieses Thema dürfte für das neue Leitungsgremium von entscheidender Bedeutung sein. 

Letztendlich solle die Arbeit jedoch vor allem „Spaß machen“, betonte der Gemeindepfarrer und sagte mit Blick auf die bisherigen Kandidaten: „Das sind alle Menschen, die regelmäßig unsere Gottesdienste besuchen.“ Fünf von ihnen sind bereits als Mitglieder des noch amtierenden Presbyteriums aktiv: Ralf Daube, Grit Kannert, Uwe Köster, Andreas Mätzig und Anke Türk möchten für eine weitere Amtszeit kandidieren. Neu hinzukommen könnten Maximilian Birke, Gisela Eichhoff, Thomas Schaumann, Mark Schmellenkamp und Melanie Baron. 

Und warum haben sie sich für eine Bewerbung entschieden? Während einer kleinen Vorstellungsrunde wurde deutlich, dass es ihnen um das aktive Einbringen in das Gemeindeleben geht und der Kirche auch etwas zurückgegeben werden soll. 

Noch können sich Interessierte dem Bewerberfeld anschließen, um nach einer erfolgreichen Wahl mit darüber zu entscheiden, in welche Richtung sich die Gemeinde entwickeln soll. Bleibt es bis zum Ende des Monats bei genau diesen zehn Kandidaten, gelten sie alle als gewählt und der Urnengang im nächsten Jahr entfällt.

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